Joscha Dohle beim Hermannslauf 2016. - © Anneke Quasdorf
Joscha Dohle beim Hermannslauf 2016. | © Anneke Quasdorf

Bielefeld Hermannslauf: Feinschliff für den Teuto gibt’s im Sauerland

Das Läuferpaar Nicole und Joscha Dohle sucht Gleichgesinnte für ein Trainingslager

Stephanie Fust

Bielefeld. Der nächste Hermannslauf ist am 30. April 2017. Zeit, ans Training zu denken. Am Sonntag, 8. Januar, ist der Stichtag zur Online-Anmeldung für das Großereignis am 30. April. Nicole und Joscha Dohle aus Bielefeld-Sennestadt stehen bereits in den Startlöchern und freuen sich „wie Bolle" auf ihren nächsten „Hermann". Für Nicole wird es die dritte, für ihren Mann Joscha bereits die zwölfte Teilnahme sein. Und in der Vorbereitung auf die mit Suchtpotenzial behafteten 31,1 Kilometer durch den Teutoburger Wald ist den beiden Läufern ein Manko aufgefallen: „Es werden unzählige Laufreisen angeboten, dabei ist aber kein Trainingslager, dass speziell auf das Profil des Hermannslaufes abgestimmt ist", erklärt Nicole Dohle. Gemeinsam wollen sie das nun ändern. Die 36-Jährige hat kürzlich ein mobiles Reiseunternehmen gegründet und bietet nun ein dreitägiges Lauf-Wochenende in Willingen an. In einem Vier-Sterne-Hotel mit großem Wellnessbereich. Acht Wochen vor dem großen Lauf, vom 3. bis zum 5. März 2017. „Dabei geht es uns darum, mit Gleichgesinnten Zeit zu verbringen, gemeinsame Trainingsläufe zu absolvieren, uns über das Equipment, die Ernährung oder Erlebnisse auszutauschen. Anfänger können von den Erfahrungen der „alten Hasen" profitieren und die in umgekehrter Weise von dem frischen Elan der Neulinge", beschreibt Nicole Dohle ihre Motivation. Profit wolle sie daraus nicht schlagen, „wir geben die Preise eins zu eins weiter". Dohle übernimmt eine von drei Laufgruppen Joscha Dohle, ursprünglich Fußballer, hat nach der „Ball-Karriere" seine Leidenschaft fürs Laufen entdeckt und mittlerweile eine Hermannslauf-Bestzeit von 2:24 Stunden stehen. Der 35-Jährige wird eine von drei Laufgruppen übernehmen, die nach Erfahrung und angestrebter Zielzeit eingeteilt werden. Die Gegend rund um Willingen ist ihm bestens bekannt, da er mit seiner Frau selbst gern dorthin zur Vorbereitung fährt. „Immer auf der Hermannslauf-Strecke zu trainieren, wird irgendwann langweilig. Wir suchen dann auch mal die Abwechslung", erklärt Nicole Dohle. Das Laufgebiet in Willingen bietet alles, um sich den letzten Schliff für den „Hermann" zu holen: Hunderte Kilometer breiter, bestpräparierter Laufwege mit lohnenden Etappenzielen (Aussichtstürme, Burgen, Diemelsee, Mühlenkopfschanze, Brilon, Korbach), Treppentraining an der Mühlenkopfschanze, steile sowie langgezogene Anstiege zur Ehberg/Tönsberg-Simulation und flache oder wellige Passagen, die optimal für Tempodauerläufe und Intervalltraining geeignet sind, schreibt das Paar auf seiner Facebook-Seite.

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