Am Sonntag in der Startelf: Mittelfeldspieler David Ulm (r.), hier mit Bochums Stefano Celozzi, bot in Bochum eine ordentliche Leistung. - © Foto: Christian Weische
Am Sonntag in der Startelf: Mittelfeldspieler David Ulm (r.), hier mit Bochums Stefano Celozzi, bot in Bochum eine ordentliche Leistung. | © Foto: Christian Weische

Arminia Arminias Norbert Meier: "Ulm war in der Startelf mal dran"

Arabi und Meinke loben nach dem 2:2 in Bochum die Moral der Mannschaft

Peter Burkamp

Bielefeld. „Jeder Punkt zählt", sagte Samir Arabi. Trotz der Enttäuschung über den knapp verpassten Sieg in Bochum war er froh darüber, dass der DSC die englische Woche nicht mit null Punkten abgeschlossen hat, sondern in Eichhörnchen-Manier einen Schritt weitergekommen ist.Arminias sportlicher Leiter freute sich ebenso wie Geschäftsführer Gerrit Meinke über den engagierten Auftritt der Mannschaft. „Die Moral der Truppe ist in Ordnung. Es war klasse, wie sie nach dem 0:1 zurückgekommen und über die gesamte Spielzeit mit Vollgas gefahren ist", sagte Meinke. Die wieder gewonnene Aggressivität, mit deren Hilfe sich die Mannschaft vor dem 2:2 in Bochum 28 Punkte erspielt hatte, war die Basis für den Teilerfolg, der nach zwei umstrittenen Elfmetern insgesamt ein gerechtes Ergebnis darstellte. „Die Mannschaft lebt", freute sich Norbert Meier über den Teamgeist und die kämpferische Vorstellung seiner Spieler, die beim 1:4 gegen Freiburg streckenweise überfordert gewirkt hatten. „Balli, Balli ist nicht unsere Spielweise. Zweikämpfe gehören nun mal zum Fußball dazu", sagte Norbert Meier. Dabei ist der DSC-Trainer absolut kein Gegner von Offensivfußball. Seine Devise lautete in Bochum: Zunächst kompakt in der Abwehr zu stehen, um dann zügig zu Gegenangriffen zu starten. Meier hatte einige gute Kontermöglichkeiten für den DSC registriert, und auch Samir Arabi hatte „gute Ansätze gesehen". Zum Leidwesen der Verantwortlichen fehlte in den entscheidenden Situationen der letzte Pass oder der Blick für den Mitspieler. „Ulm musste schießen, Nöthe den Zweikampf gewinnen und Chris Hemlein rüberspielen", erinnerte sich Meier an einige vielversprechende Szenen aus den temporeichen 96 Minuten in Bochum. Dass dort bis auf Torwart Wolfgang Hesl und Linksaußen Christopher Nöthe die Aufstiegself des vergangenen Jahres zum Anpfiff auf dem Platz stand und erstmals seit dem Wiederbeginn in diesem Jahr keiner der Winterneuzugänge, wollten die Verantwortlichen nicht überbewertet wissen. „Letztlich ist es egal, wer auf dem Platz steht. Extrem wichtig ist, dass jeder auf Dauer Präsenz und Aggressivität zeigt", betonte Arminia Bielefelds sportlicher Leiter Samir Arabi. Norbert Meier geht das Thema gelassen an. „Wir wissen doch alle, dass der Gewöhnungseffekt in einem neuen Verein nicht immer ganz so schnell geht." Der DSC-Trainer sieht das Trio der Neulinge auf einem guten Weg. „Ryu hat eine absolut positive Mentalität, dass Francisco ein guter Fußballer ist, wissen wir, und Andreas Voglsammer ist auf einem guten Weg. Er lebt von jeder Übungseinheit", sagte Meier und ergänzte: „Es können nun mal nicht alle spielen, und David Ulm war einfach mal dran." Im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg am nächsten Freitag, Anstoß 18.30 Uhr in der Schüco-Arena, werden die Karten neu gemischt. Fragezeichen stehen noch hinter den Einsätzen von Fabian Klos (muskuläre Beschwerden im Oberschenkel) und Tom Schütz (Verdacht auf Innenbanddehnung).

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