Chefcoach Daniel Scherning (o.l.) und Co-Trainer Carsten Rump (o.r.) empfangen die Neuzgänge: Christian Schroer, Nick Grieswelle, Moritz Fritz, Kevin Hund, Mikhail Karetnikov (o.v.l.), Petrick Piontek, Robin Bürmann, Fatih Gürer, Samuel Tuffour und Marcel Todde (u.v.l.). - © FOTO: RUDOLF
Chefcoach Daniel Scherning (o.l.) und Co-Trainer Carsten Rump (o.r.) empfangen die Neuzgänge: Christian Schroer, Nick Grieswelle, Moritz Fritz, Kevin Hund, Mikhail Karetnikov (o.v.l.), Petrick Piontek, Robin Bürmann, Fatih Gürer, Samuel Tuffour und Marcel Todde (u.v.l.). | © FOTO: RUDOLF

Arminias U 23 steht vor großem Umbruch

Mit neuem Trainer und runderneuerter Mannschaft in die Oberliga

VON PETER BURKAMP

Bielefeld. Daniel Scherning steht vor einer Herkules-Aufgabe. Nach dem Verlust zahlreicher Leistungsträger und angesichts extrem reduzierter finanzieller Möglichkeiten erwartet den Trainer von Arminia Bielefelds U 23 in der neuen – oder wenn man so will alten – Oberliga-Westfalen ein Abenteuer.

"Wir haben uns völlig neu aufgestellt, die Mannschaft wird ein komplett anderes Gesicht bekommen", sagt Scherning zum Trainingsauftakt seiner Mannschaft. Obwohl er einige Spieler behalten hat und auch die Neuen kennt sowie mehrfach gesehen hat, bleibt zum Auftakt ein Rest Unsicherheit. Deshalb mag Scherning auch keine Prognosen über das Abschneiden des Drittliga-Unterbaus und die Entwicklung einzelner Spieler abgeben.

"Als Minimum willst du natürlich die Klasse halten. Wenn es dann gelingt, den einen oder anderen Akteur näher an die Profis zu bringen, wäre das schön", sagt der vom Co- zum Cheftrainer aufgestiegene Armine. Von der Klubführung gibt es keine Vorgaben. Die neue, auch der knappen Kasse geschuldete, Ausrichtung sieht vor, dass die Mannschaft ausschließlich durch Talente aus der Region und dem eigenen Nachwuchs verstärkt wird. "Leute wie Liridon Redzepi aus Theesen, Robin Bürmann vom VfB Fichte oder Petrick Piontek, der in Gütersloh ausgebildet wurde, haben alle einen Bezug zur Region und identifizieren sich mit uns. Das finde ich sehr gut", sagt der 28-Jährige.

Auch wenn sie aus tieferen Spielklassen kämen, schätzt der Coach das Potenzial seiner neuen Nachwuchskräfte. "Wenn sie ihre Chance nutzen, werden sie sich auch weiter entwickeln." Allerdings erwartet Scherning vom Umfeld Nachsicht, wenn nicht alles sofort wie am Schnürchen läuft. "So ein Neuaufbau verlangt viel Geduld. Wir müssen uns kennenlernen und in den nächsten Wochen zueinander finden." Bis zum 15. Juli trainiert Arminias neue "Zwote" jeden Tag. Anschließend folgen sechs Tage Pause. Am 22. Juli geht es weiter, und vier Wochen später beginnt die Saison.

Die Kaderzusammenstellung ist nicht ganz abgeschlossen. "Bis zum Ende der Wechselfrist ist noch Zeit. Ich würde gern einen weiteren Offensivspieler verpflichten", sagt Scherning. Er ist darauf bedacht, sein Team so zu formen, dass es idealerweise ohne Hilfe der Profis stark genug ist, um in der Liga bestehen zu können. "Natürlich rechne ich auch damit, dass Spieler von oben kommen, damit sie bei uns Spielpraxis sammeln", sagt Scherning. In Frage könnten Olcay Turhan, der vergangene Saison noch zur U 23 zählte, Stefan Langemann oder der erst 18-jährige Erdogan Yesilyurt kommen. "Aber das sollte sich in Maßen halten", erinnert sich Scherning nur ungern an frühere Spielzeiten, in denen reger Personaltausch wenig förderlich für die Leistung der Mannschaft war.

Rump Eckpfeiler der Mannschaft

Einer der Eckpfeiler der Mannschaft wird Carsten Rump sein. Der spielende Co-Trainer ist Schernings rechte Hand. "Er war eigentlich schon vergangene Saison der verlängerte Arm des Trainerteams", sagt Scherning. "Rumpi denkt wie ein Trainer und ist eine absolute Identifikationsfigur für uns."

Auf die Routine des drittligaerfahrenen Ex-Profis werden die Bielefelder Nachwuchshoffnungen bauen, denn Klubs wie Lippstadt, Hamm oder der OWL-Rivale aus Gütersloh haben sich viel vorgenommen. "Da haben einige Vereine ganz schön investiert. Das wird eine sehr interessante Saison", sagt Scherning und freut sich darauf, "dass die Fahrten kürzer werden und wir mehr Derbys haben".

Den ersten Test absolvieren die Arminen am 14. Juli beim SV Heide Paderborn, dem Heimatverein Schernings. Der möchte derzeit gern in der Nähe bleiben, denn seine Frau erwartet in Kürze ein Kind.

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