Dortmund/Bielefeld Timmerhans siegt und stürzt

Leichtathletik: Drei Titel für die heimischen Starter bei den Westfalenmeisterschaften der U 18 in Dortmund. Grenda, Northoff und Timmerhans holen Goldmedaillen

Claus-Werner Kreft

Dortmund/Bielefeld. Drei Titel und acht weitere Medaillenränge brachten Bielefelds Leichtathleten von den Hallen-Westfalenmeisterschaften mit. In Dortmund siegten die U18-Talente Torben Timmerhans (SVB, 60 m), Kathrin Grenda (TuS Jöllenbeck, 200 m) und deren Vereinskamerad Timo Northoff (Kugelstoß). Aber nicht alle Chancen konnten ausgeschöpft werden, 1500-m-Läufer Moad Dahani (SVB) war wegen einer leichten Verletzung, Weitspringer Zijian Wang (VfB Fichte) terminbedingt ausgefallen. Auch vor Ort lagen Glück und Pech dicht beieinander. Souverän hatte Torben Timmerhans seinen 60-m-Titel verteidigt und sich von 7,08 auf 7,05 Sek. gesteigert. „Das war viel besser als im Vorlauf", freute er sich nach dem Finale, ahnte aber auch schon ein Problem: „Ich habe etwas im Beuger gespürt." Über 200 m standen dann die Zeichen zunächst auf Sieg. Sofort setzte sich der Brackweder vom späteren Sieger ab; doch in der zweite Kurve erwischte es ihn, er stürzte er auf die Bahn – vermutlich mit einem Faseranriss. Die genaue Diagnose steht noch aus. „Es ist schon bitter, die Hallensaison könnte gelaufen sein", fürchtet er. Dass Kathrin Grenda die 200 m so überlegen gewinnen würde, konnte nicht erwartet werden. Mit 25,75 Sek. und mehr als drei „Zehnteln" Vorsprung wurde sie erstmals Westfalenmeisterin und lief sogar etwas schneller als die U20-Siegerin. Zuvor war sie mit 7,88 Sek. im A-Finale über 60 m Dritte geworden – insgesamt aber Vierte, weil im gleichberechtigten B-Finale eine Konkurrentin (7,87 Sek.) einen Wimpernschlag eher am Ziel war. Die Zeit stellte ihren Trainer Guido Kaulmann zufrieden: „Wir wollen ja erst allmählich steigern." Dem U-18-Neuling Timo Northoff gelang ein optimaler Einstand. Im letzten Versuch packte er noch mal drauf und verbesserte sich auf 16,29 m; aber auch mit seinen drei nächstbesten Stößen hätte er den Favoriten Yarimay (15,77 m, persönliche Bestleistung 16,81 m) übertroffen. Sein Vater Tilman, der ihn vorbildlich betreute, wurde später im Männerwettbewerb mit 15,54 m Vizemeister und trug zur beeindruckenden Erfolgsquote des TuS Jöllenbeck bei. Im 3.000-m-Männerrennen sah man einen engagierten Auftritt von Hendrik Pohle (SVB, 8:44,51 Min.), der zwar nicht mit der erhofften Zeit, aber mit Bronze belohnt wurde. Bei den Frauen teilten sich seine Vereinskolleginnen Aline Florian (10:37,21 Min.) und Isabel Dickob (10:52,53) die Plätze 2 und 3. Bronze in der U20 holten Weitspringer Fynn Krüger (SVB, 6,40 m) und Kugelstoßer Jonas Burgmann (VfB Fichte, 13,08 m), dessen aussichtsreicher Vereinskollege Carl-Christian Hanrath im Hürden-Vorlauf leider mit einem Sturz im ausschied. Später erreichte die 4x200-m-Staffel der Startgemeinschaft (Burgmann, Hanrath, Krüger und Richard Leis) einen achtbaren 3. Rang mit 1:34,18 Min. Als Jahrgangsbeste gegen ältere Konkurrenz sicherte sich Klara Albrink (SVB) mit 9,17 Sek. Hürden-Bronze. Pech hatte der Schützling von Maciej Jedral im Weitsprung, der sich mit dem Hürdenvorlauf überschnitt. Nach einem verunglückten und einem sehr weiten, aber übergetretenen Versuch schied sie aus, mit mehr Glück wäre sogar der Sieg möglich gewesen. Weitere Ergebnisse: Männl.Jugend – U20, 60 m: 10. Hanrath 7,40 Sek.; Vorläufe: Burgmann 7,54, Leis (alle Fichte) 7,63. 200 m: 6. Krüger 23,51 Sek. 800 m: 4. Tjard Gößling (SVB) 2:03,63 Min. – M18, 60 m (Vorläufe): Finn Kilian (Fichte) 7,51 Sek., Niklas Eggert (SV Ubbedissen) 7,97. 800 m: 8. Miguel Pogatzki Lopez (SVB) 2:08,37 Min. 60 m Hürden: Daniel Linde (Fichte) 9,47 Sek./Vorlauf. Hochsprung: 9. Linde 1,77 m. Weitsprung: 10. Kilian 5,68 m.

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