Berlin Lars Windhorst beendet Millionenstreit

Finanzinvestor einigte sich mit dem Kläger Romanello auf einen Vergleich

Berlin. Der gebürtige Rahdener Lars Windhorst, der nach zwei Pleiten nun mit seiner Londoner Beteiligungsgesellschaft Sapinda Holding Geschäfte macht, schuldet laut Bild am Sonntag gut 60 Millionen Euro der im Steuerparadies Belize ansässigen Romanello Financial Corp.. Hinter ihr soll der Multimilliardär Leonard Blavatnik stehen. Romanello habe Windhorst vor einem Londoner Gericht verklagt und dürfe laut Richter-Beschluss weltweit das Vermögen des Finanzinvestors einfrieren lassen. Doch Windhorst-Sprecher Andreas Fritzenkötter, Ex-Berater des verstorbenen Altkanzlers Helmut Kohl, bestreitet das. Der Beschluss sei hinfällig. Die juristische Auseinandersetzung mit Romanello habe sich nach einem Vergleich erledigt, sagte er dieser Zeitung. Laut Informationen drehte sich der Streit um Sapinda-Bonds, die Romanello gekauft hatte. Das investierte Geld samt Zinsen sollte Romanello nach einer Frist von Windhorst zurückbekommen. Doch der hielt die Frist nicht ein. Juristische Streitigkeiten seien in dieser Branche üblich, so Fritzenkötter. „Jeder hat irgendwo Geldprobleme.“ Laut Manager Magazin hatte Abu Dhabi Capital, Windhorsts wichtigster Geldgeber, im November 2016 die Zusage für ein Großgeschäft überraschend zurückgezogen und Sapinda in Geldnot gebracht.

1
realisiert durch evolver group