Büren Kritik an Polizeidienst in Abschiebehaft in Büren

Hundertschaft kann laut Verein "Hilfe für Menschen in Abschiebehaft" das geschulte Personal nicht ersetzen

Dirk-Ulrich Brüggemann

Büren/Bielefeld. Die Ankündigung, dass Polizisten der Einsatzhundertschaft Bielefeld Personal für den Dienst in der Abschiebehaft in Büren stellen müssen, kritisiert der Verein „Hilfe für Menschen in Abschiebehaft". Der Verein moniert in einer Erklärung, dass die Landesregierung in der Unterbringungseinrichtung für Ausreisepflichtige in der ehemaligen NATO-Kaserne Stöckerbusch nicht geschultes Personal einsetzen will, „sondern auf hierfür unqualifizierte Polizisten zurückgreifen" will. „Wenn hier nur noch ungeeignetes Personal eingesetzt werden soll, ist das nicht hinnehmbar", sagt Vereinssprecher Frank Gockel und ergänzt: „Die bereits jetzt erhebliche Überlastung der Einrichtungsleitung wird es kaum ermöglichen, zusätzlich eine notwenige Kontrolle der Mitarbeiter durchzuführen." Seit langem bezeichnet der Verein die Einrichtungsleitung als überfordert. So werden nach Ansicht des Vereins immer mehr Häftlinge in Isolierzellen gesperrt, weil die Mitarbeiter nicht mehr in der Lage seien, bei psychischen Erkrankungen oder Konflikten adäquat zu reagieren. Zudem fühlt sich der Verein in seiner Beratungsarbeit immer stärker reglementiert. Gockel bemängelt die sich wöchentlich ändernden Verfahrenweisen. Diese beinhalten Hürden für Ratsuchende und auch für die Berater. Laut Gockel können immer weniger Gefangene wegen dieser Änderungen mit Nichtregierungsorganisationen sprechen.

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