Freuen sich für die Region: OWL-GmbH-Geschäftsführer Herbert Weber und sein Prokurist Wolfgang Marquardt. - © Wolfgang Rudolf
Freuen sich für die Region: OWL-GmbH-Geschäftsführer Herbert Weber und sein Prokurist Wolfgang Marquardt. | © Wolfgang Rudolf

OWL Regionale 2022/2025: OWL krempelt die Ärmel hoch

Im Lauf der nächsten Woche wird im Düsseldorfer Landtag entschieden,
für welches Jahr die Region in den Genuss des Strukturentwicklungsprogramms kommen wird

Dirk-Ulrich Brüggemann

Bielefeld. „Das Land Nordrhein-Westfalen will mit den ,Regionalen’ die Regionen mobilisieren. Diese sollen sich auf den Weg machen und Ideen entwickeln, wie sie sich auf die Herausforderungen in der Zukunft ausrichten wollen", beschreibt Herbert Weber, Geschäftsführer der OWL GmbH, die Riesen-Chance, die OWL für die Regionalentwicklung erhalten hat. Ostwestfalen-Lippe hatte von der Landesregierung als eine von drei Regionen mit der Bewerbung „Das neue Urbanland" den Zuschlag zur „Regionalen 2022 oder 2025" erhalten. Im Lauf der nächsten Woche wird im Düsseldorfer Landtag entschieden werden, welche Regionale es genau sein wird. Neben Ostwestfalen-Lippe waren für das Strukturentwicklungsprogramm des Landes auch Südwestfalen und das Bergische Rheinland ausgewählt worden. Für die OWL GmbH mit Sitz in Bielefeld heißt das nun „die Ärmel aufzukrempeln". „In den nächsten Wochen und Monaten geht es darum, Strukturen aufzubauen und die Umsetzung der „Regionale" vorzubereiten. Diese Aufgabe packen wir mit Freude an", sagt Herbert Weber. 30 bis 50 Projekte für die „Regionale" Herbert Weber und sein Prokurist Wolfgang Marquardt rechnen mit 30 bis 50 Projekten für die „Regionale", abhängig von Qualität und von dem Volumen der Projekte sowie der Themenstellung. Als Aktionsebenen hat die OWL GmbH in ihrer Bewerbung vier Themenschwerpunkte festgemacht: Der neue Mittelstand, die neue Mobilität, die neuen Kommunen ohne Grenzen und das neue Stadt-Land-Quartier. So geht es beispielsweise beim neuen Mittelstand darum, Innovationsimpulse zu setzen und die Infrastruktur im ländlichen Raum zu verbessern, erklärt Weber. Projektträger können dort Unternehmen, wirtschaftsnahe Institutionen wie die Industrie- und Handelskammern, Brancheninitiativen und die Hochschulen sein, ergänzt Wolfgang Marquardt. „Mit sogenannten Think Tanks in der Region können klein- und mittelständische Unternehmen sich vor Ort über Zukunftsthemen und Veränderungen in der Arbeitswelt informieren. Dort werden Anwendungen gezeigt und es gibt Unterstützung aus Hochschulen", erläutert Marquardt eine Hilfestellung möglicher Projektträger. „Die Regionale ist eine Chance für unsere Region, die Entwicklungen zusammenzubinden. Gut entwickelte Bereiche und ländlich strukturierte Regionen können zusammenwachsen. Das ist die Idee des Urban-Landes", sagt Herbert Weber. „Wir stehen jetzt vor der Aufgabe, die Inhalte unserer Regionale noch einmal deutlich zu schärfen und das wir im Bereich von Innovationsentwicklungen noch einmal klar sagen, was wir uns vorstellen." Impulse in der Region Zusammen mit den Akteuren in Ostwestfalen-Lippe will die OWL GmbH festlegen, wie die Themen Mobilität, Innovtions- und Siedlungsentwicklung, Gesundheitsentwicklung sowie der interkommunalen Zusammenarbeit in Zukunft gestaltet werden sollen. Auf der Basis dieser Leitpfade erfolgt dann die Projektausschreibungen, auf die sich Projektträger bewerben können. „Wir wollen möglichst viele Impulse in der Region, damit sich zahlreiche Akteure an den Projekten beteiligen", sagt Weber. Die Ausschreibungen sollen Ende dieses Jahres auf den Weg gebracht werden. In der OWL GmbH soll ein Team zusammengestellt werden, dass die Aufgaben umsetzt. Außerdem soll eine Begleitstruktur aufgebaut werden. In einem regionalen Beirat sollen Vertreter aus unterschiedlichen Bereichen zusammenkommen, die die strategische Führung des gesamten Prozesses übernehmen. »Die Projekte müssen sich auf den Weg machen« Die Fördersumme des Landes NRW ist abhängig von den Projekten. „Es können 100 oder 150 Millionen Euro sein, es kann aber auch deutlich mehr sein", gibt Weber eine Orientierung und weist gleichzeitig darauf hin, dass es sich um keine 100-Prozent-Förderung des Landes handelt und dass die ausgewählten „Regionalen" nicht in einem Wettbewerb um die Fördergelder stehen. „Es gibt keinen festen Topf für die ,Regionale’ ", betont Marquardt. „Es ist kein Schielen auf Fördergelder, sondern es gibt unterschiedliche Fördertöpfe in Düsseldorf. Die Projekte müssen sich auf den Weg machen und die unterschiedlichen Förderwege gehen", so Weber weiter. Mit der „Regionale" möchte Herbert einen Beitrag leisten, damit Ostwestfalen-Lippe ein attraktiver Ort zum Leben und Arbeiten ist: „Wir nehmen dabei die gesamte Region und insbesondere den ländlichen Raum in den Blick."

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