Holt aus: Heinz Buschkowsky polarisierte schon vor zwei Jahren bei seinem Auftritt in der Stadthalle Bielefeld. - © Sarah Jonek
Holt aus: Heinz Buschkowsky polarisierte schon vor zwei Jahren bei seinem Auftritt in der Stadthalle Bielefeld. | © Sarah Jonek

Berlin Neuköllner Ex-Bürgermeister im Interview: "Die Kanzlerin hat das Land gespalten"

Heinz Buschkowsky über Fehlentwicklungen in der Flüchtlingsdebatte und Chancen von Zuwanderern auf dem Arbeitsmarkt

Herr Buschkowsky, die Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt ist eine zentrale Zukunftsfrage für Deutschland. Ist diese Aufgabe lösbar? Heinz Buschkowsky: Das wird die Zukunft zeigen. Wehe uns, wenn wir wieder versagen. Im Moment kommt Gott sei Dank mehr Realismus in die Debatte. Integration in den Arbeitsmarkt geht nicht hopplahopp. Das ist ein mühevoller und langwieriger Prozess, zum Teil über Generationen. In Schweden lehrt die Erfahrung, dass es durchschnittlich sieben Jahre dauert, bis ein Migrant im Arbeitsmarkt Fuß gefasst hat. Die Prognosen für den Arbeitsmarkt sind eher düster. Buschkowsky: Ja, Arbeitsministerin Andrea Nahles rechnet mit bis zu 500.000 Flüchtlingen im Hartz-IV-Bezug. Es fehlen Basiskompetenzen und die Sprache. Diese Mängel kann man nicht in ein paar Monaten mit ehrenamtlichen Helfern wettmachen...

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