Essen in der Mensa: Kindergarten- und Grundschulkinder haben im Kreis Paderborn nach dem Verzehr von Milchreis über Beschwerden geklagt. - © Symbolfoto: picture alliance / dpa
Essen in der Mensa: Kindergarten- und Grundschulkinder haben im Kreis Paderborn nach dem Verzehr von Milchreis über Beschwerden geklagt. | © Symbolfoto: picture alliance / dpa

Salzkotten/Büren/Borchen Milchreis macht mehr als 100 Kinder im Kreis Paderborn krank

Brechdurchfall in vier Kindergärten und einer Grundschule

Ralph Meyer

Salzkotten/Büren/Borchen. Von Bakterien befallener Milchreis hat am Mittwoch vergangener Woche bei mehr als 100 Kindern und Betreuern zu Brechdurchfallerkrankungen an vier Kindergärten in Salzkotten und Borchen sowie an der Grundschule im Bürener Stadtteil Brenken geführt. Das bestätigte am Montag nun das Paderborner Kreisgesundheitsamt. Am Donnerstagnachmittag wurden die ersten Fälle von Brechdurchfallerkrankungen aus zwei Kindergarteneinrichtungen dem Kreisgesundheitsamt gemeldet. Die Kinder litten unter Übelkeit und Erbrechen und Durchfällen. Im Laufe des Freitags bis in den Nachmittag hinein kamen weitere Einrichtungen hinzu. Zwei Kinder mussten vorübergehend stationär behandelt werden und konnten das Krankenhaus bereits wieder verlassen. Ihnen geht es wieder gut. Dem Kreisgesundheitsamt sind am Wochenende und am Montagmorgen keine weiteren Fälle gemeldet worden. Das plötzliche Auftreten der Krankheitssymptome und das schlagartige Abebben der Welle „stützt unsere Vermutung, dass die Ursache wahrscheinlich eine Lebensmittelvergiftung war“, erklärt Georg Alles, Leiter des Kreisgesundheitsamtes. Alle fünf betroffenen Einrichtungen waren vom gleichen Caterer beliefert worden. „Vermutlich war der Milchreis die Ursache der Lebensmittelvergiftung. Wir gehen davon aus, dass dieser mit dem Bakterium Bacillus Cereus versetzt war“, erklärt Klaus Bornhorst, Leiter des Amtes für Verbraucherschutz und Veterinärwesen. Offiziell als krank gemeldet wurden dem Kreisgesundheitsamt Paderborn 64 Kinder und zwei Erzieherinnen. Nach dem Infektionsschutzgesetz sind Gruppenerkrankungen wie diese dem Gesundheitsamt anzuzeigen. „Diese Zahlen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen“, erklärt Georg Alles. Vom Bürgermeister der Stadt Salzkotten, Ulrich Berger, waren 108 Kinder und 14 Erzieherinnen als „krank“ gemeldet worden, wobei auch andere Erkrankungen, etwa grippale Infekte oder Noroviren dahinter stecken könnten.

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