Sprachen mit der NW: Winfried Holz (Ceo Atos Deutschland, v.l.) und Ulrich Ahle (Sprecher der Betriebleitung Paderborn). - © Hans-Hermann Igges
Sprachen mit der NW: Winfried Holz (Ceo Atos Deutschland, v.l.) und Ulrich Ahle (Sprecher der Betriebleitung Paderborn). | © Hans-Hermann Igges

Paderborn Warum Paderborn für Atos wichtig ist

Kurz gefragt: Der Deutschland-Chef von Atos, Winfried Holz, und der Sprecher der Paderborner Betriebsleitung, Ulrich Ahle über Perspektiven am Standort - auch für ehemalige Fujitsu-Mitarbeiter

Hans-Hermann Igges

Herr Holz, welchen Stellenwert hat Paderborn unter den 80 Standorten von Atos in Deutschland? WINFRIED HOLZ: Wir haben Paderborn kürzlich zu einem von zwölf "Zielstandorten" erklärt. Das bedeutet, dass wir hier langfristig für besondere Investments planen. Derzeit haben Sie rund 600 Mitarbeiter in Paderborn. Wie viele mehr peilen Sie für die nächsten fünf Jahre hier an? HOLZ: Das ist nicht vorauszusagen. Wir ziehen hier zum Beispiel Mitarbeiter von anderen Standorten, zum Beispiel aus Bielefeld, zusammen. Insgesamt wollen wir unsere Mitarbeiterzahl in Deutschland von heute rund 10.000 in etwa halten. Warum fiel die Entscheidung für Paderborn? HOLZ: Ein wichtiger Faktor ist das C-Lab, das hier voll in Atos integriert ist. In Paderborn ist viel Know-How unter anderem in den wichtigen Bereichen Sicherheitsprozesse oder Business Data Analytics, auch Big Data genannt. Und nicht zuletzt sprechen die erfolgreiche Standortleitung und die Verhältnisse vor Ort für Paderborn. ULRICH AHLE: Und nicht zuletzt ist Paderborn einer der drei wichtigen Ausbildungsstandorte für Atos. Das ist noch ein Erbe von Heinz Nixdorf und Siemens. Herr Ahle, wie muss man sich Ihren Teil am C-Lab praktisch vorstellen? AHLE: Wir stellen 30 Mitarbeiter, die an gemeinsamen Projekten mit den anderen 30 Mitarbeitern des Heinz-Nixdorf-Instituts arbeiten. Das ist jeweils zeitlich befristet, sozusagen ein rotierendes System. Insofern haben auf die Dauer viele Mitarbeiter die Chance. Im nächsten Jahr werden hunderte von Mitarbeitern bei Fujitsu in Paderborn entlassen. Können Sie einen Teil davon übernehmen? AHLE: Das können wir uns in der Tat vorstellen. Das Anforderungsprofil dürfte passen. Möglicherweise auch an anderen Standorten von uns.

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