Gut gemacht: Sie freuen sich über das Ergebnis der Sanierung: Klara Heinemann (v. l.), Wolfgang Kiene, Hans-Werner Gorzolka, Ansgar Lakemeyer, Anja Besche, Ludgera Scheller (Gattin des verstorbenen Vereinsgründers) Heiko Peist und Rainer Vidal. - © Josef Köhne
Gut gemacht: Sie freuen sich über das Ergebnis der Sanierung: Klara Heinemann (v. l.), Wolfgang Kiene, Hans-Werner Gorzolka, Ansgar Lakemeyer, Anja Besche, Ludgera Scheller (Gattin des verstorbenen Vereinsgründers) Heiko Peist und Rainer Vidal. | © Josef Köhne

Oeynhausen Kultur & Heimatpflege: Signalmast steht wieder in historischer Position

Der Heimatverein Oeynhausen stellt die sanierte und renovierte Telegrafenstation vor. Sponsoren und Helfer feiern bei Kaffee und Kuchen. Förderanträge können bei der Bürgerstiftung noch bis 30. September gestellt werden

Josef Köhne

Oeynhausen. Weit mehr als 100 Besucher hatten sich am Sonntag bei herrlichem Spätsommerwetter auf den steilen Weg zum Bilster Berg gemacht, um am Tag des offenen Denkmals die vom Heimatverein Oeynhausen betriebene Telegrafenstation zu besichtigen. Geführt wurden die interessierten Gäste von der Heimatvereinsvorsitzenden Klara Heinemann. Spannende Informationen erhielten sie zur Kulturlandschaft und zur Geografie, vor allem aber zur historisch optischen Telegrafie des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm III. Diese wurde in der Zeit von 1832/33 bis etwa 1849 betrieben. Sie zählte 62 Stationen und verband die Regimentsstädte Berlin und Koblenz miteinander. Stolz ist man im Heimatverein Oeynhausen zurzeit auf die in den vergangenen Monaten durchgeführten Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen. Klara Heinemann: "Der Signalmast wurde in seine historische Position gedreht, so dass wir mit der ebenfalls voll funktionsfähigen Nachbarstation in Entrup kommunizieren können." Um das zu erreichen, musste das etwa 30 Zentimeter starke Stahlrohr durchtrennt und wieder zusammengeschweißt werden. Außerdem bedurfte es einer grundlegenden Sanierung des Stellwerks. Um dem zunehmenden Wassereinbruch entgegenzuwirken, ließ der Heimatverein das Turmdach komplett abdichten. Diese Arbeiten führte zur Freude des Heimatvereins der Jagdpächter und Dachdeckermeister Heiko Peist kostenlos aus. Infolge der Undichtigkeiten am Dach war zusätzlich die kostenintensive Renovierung des Telegrafistenzimmers mitsamt dem Aufstieg zum Turm erforderlich geworden. Schultern ließen sich die Aufgaben des Heimatvereins nur mit großem ehrenamtlichem Engagement und mit Hilfe einiger Sponsoren. Letztere konnten sich am Sonntag nach Kaffee, Kuchen, Grillwurst und Getränken von der ordnungsgemäßen Verwendung ihrer Spenden überzeugen. Anwesend waren Rainer Vidal (Bürgerstiftung Nieheim), Heiko Peist (Jagdpächter), Wolfgang Kiene (MAKA Windkraft GmbH), Ansgar Lakemeyer (Sparkasse), Anja Besche (Vereinigte Volksbank) sowie Kreisheimatpfleger Hans-Werner Gorzolka, bei dem sich der Heimatverein für das Preisgeld vom Dorfwettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" bedankte. Rainer Vidal machte darauf aufmerksam, dass es sich bei der von ihm überreichten Spende um eine der ersten Förderungen der neuen Bürgerstiftung handelt. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass weitere Förderanträge bis zum 30. September gestellt werden können.

realisiert durch evolver group