Das Haus des Paares in Höxter-Bosseborn - Der Prozess zieht sich wegen eines Krankheitsfalls weiter in die Länge. - © Jens Reddeker
Das Haus des Paares in Höxter-Bosseborn - Der Prozess zieht sich wegen eines Krankheitsfalls weiter in die Länge. | © Jens Reddeker

Paderborn/Höxter Verhandlungstage im Bosseborn-Prozess ausgesetzt

Richterin erkrankt, weitere Verzögerung im Prozess möglich.

Jürgen Mahncke

Paderborn/Höxter. Im Prozess um die Foltermorde von Höxter-Bosseborn kommt es erneut zu Verzögerungen. Aufgrund der Erkrankung einer Richterin fällt der 40. Verhandlungstag um das mutmaßliche Folterpaar von Höxter-Bosseborn aus. Sollte die Erkrankung längerfristiger Natur sein, könnte ein Austausch der betreffenden Richterposition notwendig werden. Bereits mehrfach ist es in dem Prozess gegen die beiden Haupangeklagten Wilfried W. und seine Ex-Ehefrau Angelika zu krankheitsbedingten Unterberechungen gekommen. Durch den jetzigen Krankheitsfall drohen weitere Verzögerungen. Laut dem Vorsitzenden Richter Bernd Emminghaus stehen auch die nächsten vorgesehene Termine auf der Kippe. Aufgrund einer Erkrankung wichtiger Verfahrensbeteiligter kann das Gericht den Prozess maximal um sechs Wochen unterbrechen. Sollte die Richterin dann nicht gesund sein, muss das Verfahren gegen Angelia und Wilfried W. mit einem Ergänzungsrichter fortgeführt werden. Er muss jedoch dem Prozess von Beginn an, also seit Oktober 2016, gefolgt sein. In den letzten Wochen stockte das Verfahren schon aufgrund eines neu zu fertigenden psychiatrischer Gutachten zu Wilfried W. . Der erste Gutachter war von seinen Aufgaben entbunden worden.

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