Der Moment des Titelgewinns: Katja, Pia und Tilman Northoff freuen sich im heimischen Wohnzimmer riesig, dass ihr Sohn Timo gerade bei der WM in Kenia Gold geholt hat. - © Wolfgang Rudolf
Der Moment des Titelgewinns: Katja, Pia und Tilman Northoff freuen sich im heimischen Wohnzimmer riesig, dass ihr Sohn Timo gerade bei der WM in Kenia Gold geholt hat. | © Wolfgang Rudolf

Enger Engeraner wird U-18-Weltmeister im Kugelstoßen

Riesenjubel bei Familie Northoff: Timo Northoff holt bei der U18-WM in Kenia den Titel

Mareike Patock

Enger-Pödinghausen. „Wir hatten gehofft, dass Timo weit nach vorne kommt. Aber dass er den Titel holt – damit hätten wir nicht gerechnet", sagt Katja Northoff. Bei der U18-WM in Kenia hat ihr Sohn am späten Donnerstagnachmittag Gold im Kugelstoßen geholt. 20,72 Meter weit hat der 17-jährige Engeraner die Kugel geschleudert. Für Timo, der die 11. Klasse des Widukind-Gymnasiums besucht und bei der WM für den TuS Jöllenbeck an den Start gegangen ist, war das nicht nur persönlicher Rekord – es war Weltjahresbestweite. Den Wettbewerb im fernen Nairobi haben seine Mutter Katja, sein Vater und Trainer Tilman und seine Schwester Pia gemeinsam mit Nachbarn Zuhause verfolgt. Unglaubliche Spannung Im Raum sei eine unglaubliche Spannung gewesen, alle hätten die Daumen gedrückt, sagt Timos Mutter am Freitag im Gespräch mit der Neuen Westfälischen. „Für mich war es total aufregend. Ich wusste ja nicht, was passieren würde und was auf Timo zukommt." Als dann klar war, es ist Gold, war die Freude bei Northoffs grenzenlos. „Ein ganz emotionaler Moment", sagt Katja Northoff. „Eine Mischung aus Gänsehaut und den Tränen nahe sein vor Rührung", ergänzt Nachbarin Rita Rudolf, die im Wohnzimmer der Familie mitgefiebert hat. "Er konnte es noch gar nicht fassen" Eine Weile nach dem Titelgewinn hätten sie dann auch mit ihrem Sohn telefonieren können, sagt seine Mutter. „Er konnte es noch gar nicht fassen. Aber er hat sich unwahrscheinlich gefreut." Auch Timos 14-jährige Schwester Pia ist stolz auf ihren Bruder. Morgens, bei der Qualifikation, war sie noch in der Schule. Am Abend aber hat auch sie mitgefiebert – und mitgejubelt. „Ich hab’ ihm das so gegönnt", sagt sie begeistert.

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