Mögliches Modell: So sieht der Gewinner-Entwurf für das Gebäude am Adenauerplatz aus. - © Kulturkreis im BDI
Mögliches Modell: So sieht der Gewinner-Entwurf für das Gebäude am Adenauerplatz aus. | © Kulturkreis im BDI

Bielefeld Bürohaus der Zukunft: Neues Hochhaus für den Bielefelder Adenauerplatz

Die Firma Goldbeck hatte angekündigt, auf dem Grundstück Nummer 6 ein zukunftsweisendes Gebäude zu errichten

Bielefeld. Was wird aus dem 3.000 Quadratmeter großen und derzeit ungenutzten Grundstück am Adenauerplatz, auf dem früher eine alte Villa stand? Antworten könnte jetzt ein Architekturwettbewerb liefern, der sich mit dem Thema "Bürohaus der Zukunft" befasst hat. Veranstaltet wird der Wettbewerb vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Als Kooperationspartner zur Seite steht das Bielefelder Unternehmen Goldbeck. Architektonisches Schmankerl Das hatte das Grundstück am Adenauerplatz im Jahr 2016 von der BGW erworben - und damals verkündet, dass dort ein Bürogebäude "mit hohem architektonischen Anspruch" geplant sei. Goldbeck kündigte auch an, das Gebäude in der typischen Systembauweise errichten zu wollen. Zugleich werde mit dem Neubau der Ring von Bürogebäuden rund um den Adenauerplatz geschlossen, so das Unternehmen damals. Auf der anderen Seite steht das ellipsenförmige 360-Grad-Hochaus der Bautra an der Ecke zur Kreuzstraße. Daneben schiebt sich der "The Cube"-Würfel der Bautra-Tochter Mietgrund vor. Nun beschäftigten sich Stundenten damit, wie das Grundstück künftig genau bebaut werden könnte. Aus den 15 Entwürfen von Teilnehmern der Unis Braunschweig, Darmstadt, Dortmund, Hamburg und der Hochschule Düsseldorf wählte die Fachjury schließlich den gelungensten Entwurf eines "ebenso innovativen wie prägnanten Bürohauses" am südlichen Stadteingang von Bielefeld aus. 1. Platz mit 5.000 Euro belohnt Der mit 5.000 Euro dotierte 1. Platz ging an Christopher Kuriyama und Yvonne Goertz von der TU Braunschweig. Sie überzeugten die Jury mit ihrem Projekt "Green(pre)View". Im Statement der Jury heißt es: "?Green(pre)View setzt ein Zeichen am Stadteingang von Bielefeld. Es ist maßstabgebend für die städtebauliche Zukunft und richtungsweisend für die innere Raumorganisation." Gesucht waren Entwürfe, deren Büroräume eine Arbeitsumgebung bieten, die Kommunikation, Wissenstransfer und Kreativität ermöglichen und fördern, aber auch konzentrierte und komplexe Tätigkeiten zulassen. Das Objekt soll als Referenz-Objekt der Firma Goldbeck vermietet werden. Denkbar sei eine Nutzung für Anwaltskanzleien, juristische Forschungsinstitute oder verwandte wirtschaftliche Einrichtungen, heißt es in dem Konzeptpapier des Wettbewerbs. Die Preisverleihung findet im Oktober statt.

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