Millie Bobby Brown ist wieder Elf, sieht in der zweiten Staffel von Stranger Things aber ganz anders aus. - © Courtesy Netflix
Millie Bobby Brown ist wieder Elf, sieht in der zweiten Staffel von Stranger Things aber ganz anders aus. | © Courtesy Netflix

TV & Film Stranger Things: Diese 10 Momente aus der neuen Staffel lieben wir

Achtung, Spoiler zur zweiten Staffel

Angela Wiese

Die erste Staffel der Netflix-Serie Stranger Things löste 2016 einen regelrechten Hype aus. Kann die zweite Staffel da mithalten? Wir finden schon. Und das nicht einmal nur, weil die Geschichte fortgesetzt wird, sondern weil die Duffer-Brüder erneut einen besonderen Mix aus Spannung, Humor und rührenden Szenen abgeliefert haben. Diese zehn Momente machen die zweite Staffel von Stranger Things besonders: (Achtung, Spoiler: Wer die Staffel noch nicht kennt, sollte hier besser aussteigen) Dig Dug und Dragon's Lair Auf dem Smartphone daddeln? Nicht in den 80er-Jahren. Die vier Stranger-Things-Jungs verbringen stattdessen gerne viel Zeit an Arcade-Spielautomaten. Schön, welche Euphorie ein paar Pixel damals auslösten. Noch schöner ist, dass die Stranger-Things-Macher den Zuschauer einen ausgiebigen Blick auf die Spiele werfen lassen, für die Dustin, Mike, Lucas und Will in der ersten Folge ihr weniges Münzgeld ausgeben. Der ein oder andere mag damals selbst sein Taschengeld an solchen Geräten verballert haben. Viele Zuschauer dürften sich zumindest an die Faszination erinnern, die solche Spiele selbst in den 90er-Jahren noch auslösten. Die Spiele Dig Dug und Dragon's Lair, an denen sich Dustin in Stranger Things versucht, waren Anfang der 80er übrigens tatsächlich erfolgreiche Arcade-Spiele. D'Artagnan D'Artagnan, liebevoll Dart genannt, ist das kleine Kaulquappenähnliche Tierchen, das Dustin aus einer Mülltonne fischt. Es gibt Menschen, die jetzt schon wieder meckern: "Hä, kleine Tierchen, die später zu großen Monstern werden? Kenn' ich doch alles schon." Aber es ist zu schön zu sehen, wie Dustin das Vieh mit Nugat füttert und es beschützt, besonders als es immer größer und ekeliger wird. Dass in einer späteren Szene Dart, als er längst zum Menschenfleischfressenden Monster gereift ist, aus vertrauter Gewohnheit lieber Nugat von Dustin nimmt, statt seine Hauer in die Jungs zu schlagen, ist ein Quatsch, den Zuschauer in anderen Serien vielleicht nicht so leicht verzeihen würden. In anderen Serien gibt es aber auch keinen Dustin. Dustin Dustin Henderson, gespielt von Gaten Matarazzo, hat sich in der zweiten Staffel noch etwas weiter in den Fokus gespielt. Seine Rolle zeigt einen Grund für den Erfolg von Stranger Things. Es gibt eben nicht nur die dunkle Macht, den Mindplayer und seine Armee. Es gibt auch die vielen kleinen lustigen Szenen aus dem Alltag der Clique. Lockenkopf Dustin lässt sich zum Beispiel von dem mit ebenso beeindruckender Mähne ausgestatteten Steve in Sachen Frisur beraten: Shampoo, Spülung, Farrah-Fawcett-Haarspray lautet das Geheimrezept. Geholfen hat's nicht. Die Mädchen wollen trotz neuer Frisur nicht mit Dustin tanzen. Dustin weint. Das Publikum weint mit ihm. Elf Natürlich spielt Elf auch in der zweiten Staffel Stranger Things eine wesentliche Rolle. Zuschauer bekommen wesentlich mehr Gefühle von Elf zu sehen und erfahren mehr über ihre Vergangenheit. Besonders sind die Szenen, in denen Elf ihre Schwester findet und zum 80er-Jahre-Punk mutiert. Doch nichts geht über den Moment, in dem Elf und Mike sich endlich wiedersehen, kurz nachdem sie ein Monster erlegt und ihre Freunde vor dem Tod bewahrt hat. Auf dieses Wiedersehen müssen Zuschauer einige Folgen lang warten. Barbara Sie bleibt unvergessen: Zumindest auf Twitter wurde Barbara, kurz Barb, nach dem Ende der ersten Staffel heftig betrauert. Anders als Will hatte sie damals den Ausflug in die Unterwelt nicht überlebt. Allzuviel Interesse an ihrem Verschwinden gab es in der Serienstaffel Hawkins damals nicht. In der zweiten Staffel von Stranger Things wird diese Geschichte zu Ende erzählt. Barb bekommt eine Beerdigung, Schauspielerin Shannon Purser nimmt damit endgültig Abschied von der Serie: Shooting those pictures for Barb's house was a lovely and bittersweet event. Saying goodbye to the girl that started it all. So thankful. pic.twitter.com/yLGkIQtY4D — Shannon Purser (@shannonpurser) 27. Oktober 2017 Sean Astin und Winona Ryder Eine Besonderheit in eigentlich allen Szenen mit Wills Mutter Joyce (Winona Ryder) und ihrem neuen Freund Bob (Sean Astin) ist, wie unfassbar wenig die beiden zusammenpassen. Also wirklich gar nicht. Missen möchte man beide dennoch nicht. Winona überzeugt stets als sorgenvolle Übermutter. Und bitte: Sean Astin hat 1985 schon den Mikey in "Die Goonies" gespielt. Ein Film, an den man sich beim Schauen von Stranger Things nicht selten erinnert fühlt. Wer würde besser in die Mystery-Serie passen? Technische Errungenschaften Bob (Sean Astin) kennt sich hervorragend mit Technik aus. "Das ist die Zukunft" sagt er in einer Szene, hält stolz die riesige JVC-Video-Kamera hoch und filmt alles, was ihm vor die Linse kommt. Das ist ein schöner Kontrast zur Gegenwart des Publikums, in der nahezu jeder mit einem kleinen Smartphone Filme in deutlich besserer Qualität drehen kann. Der Schneeball Das Ende einer Serie ist sehr wichtig. Die Regisseure von Stranger Things, Matt und Ross Duffer, wissen das. So endet die Staffel nicht mit einem einfachen Aufatmen, weil das Böse (vorerst) im Zaum gehalten werden konnte. Die Duffer-Brüder widmen sich ausgiebig dem für die Freunde angenehmen Teil des Lebens: dem Schulball. Das ist ein großartiger Abschluss. Der Zuschauer kann zur Ruhe kommen und sieht schon mal, was so viele Serien sonst aussparen: wie es mit den Helden weitergeht. Elfi und Mike kommen sich näher, Lucas und die Neue auch. Die Freunde, die die Serie zu dem machen, was sie ist, kehren erst einmal wieder ins normale, monsterfreie Leben zurück. Föhnfrisuren Gleich am Anfang wird dem Publikum das Jahrzehnt, in dem Stranger Things spielt, auf eindrückliche Art vor Augen geführt: mit der Föhnfrisur auf dem Kopf von Billy, dem bösen Stiefbruder von Mad Max. Billy steigt vor der Schule aus seinem Wagen, aus dem "Rock you like a hurricane" von den Scorpions dröhnt. Sein schulterlanges Haar trägt er in Wellen. Er wirft einen lässigen Blick zur Seite, zieht an seiner Zigarette und geht, unbeeindruckt von der Blicken der anderen, weiter. Eine großartige Szene. Ghostbusters Die zweite Folge der Staffel ist eine kleine Hommage an die Ghostbusters-Verfilmungen der 80er. 1984 erschien der erste Teil in den Kinos. "Ghostbusters - Die Geisterjäger", unter anderem mit Dan Aykroyd, Bill Murray und Sigourney Weaver in den Hauptrollen, war damals ein großer Erfolg. Dass Will, Mike, Dustin und Lucas an Halloween - als einzige verkleidet - in voller Geisterjäger-Montur in der Schule erscheinen, ist zu schön mit anzusehen. Dass Dustin Kaulquappe D'Artagnan sogar mit seiner Geisterfalle fängt, ist lässt das Herz des Ghostbusters-Fan höher schlagen.

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