Schwangere müssen sich teilweise sehr unverschämte Sätze und Fragen gefallen lassen. - © dpa
Schwangere müssen sich teilweise sehr unverschämte Sätze und Fragen gefallen lassen. | © dpa

Familie & Outdoor Zehn Sätze, die Schwangere nicht hören wollen

Das Gegenteil von gut ist gut gemeint - das bestätigt diese Aufzählung

Annika Falk-Claußen

Bielefeld. Wenn Frauen schwanger sind, bekommen sie von allen Seiten "gut gemeinte Ratschläge" - ob sie es hören wollen oder nicht. Manche Kollegen überschreiten mit ihren Fragen auch Grenzen, die das berufliche Zusammenarbeiten sonst regeln. Schwangere müssen sich teilweise sehr unverschämte Sätze und Fragen anhören. Wir haben für Euch die besten zusammengefasst: 1. Bist du sicher, dass da nur eins drin ist? Nee, ich krieg eigentlich Zehnlinge. Wollte ich aber nicht so rumerzählen... 2. Mal sehen, ob du nach der Schwangerschaft wirklich wieder zur Arbeit kommst. Vielleicht gefällt es dir zuhause mit Baby ja auch ganz gut.  Warum werden Männer das eigentlich nicht gefragt? Die werden auch Vater und lieben ihre Kinder. Einige bleiben heute genau so viele Monate zuhause wie ihre Frau, so dass beide den Anschluss an ihre Jobs nicht verlieren, aber beide auch genug Zeit für die Kinder haben. Und warum darf mein einer Kollegin, nur weil sie schwanger ist, so nahe treten? 3. Übelkeit und Müdigkeit und Haarausfall hast du? Ach ja, aber geniiiieeeß es! Die Zeit kommt nie wieder! Memo an mich: XY bei ihrer nächsten Magen-Darm-Grippe anrufen und ihr viel Spaß wünschen. 4. Schlaf, so viel du kannst! Nach der Geburt ist es damit erstmal vorbei. Ach... Babys schlafen gar nicht rund um die Uhr? Ich dachte, die hätten einen An-Aus-Knopf. 5. Die Geburt war das Schlimmste, was ich je erlebt habe. Und wusstest Du, dass du während der Geburt den Schließmuskel nicht kontrollieren kannst? Gib mir mehr Details! 6. Was? Du willst das Baby zu einer Tagesmutter geben? Man bekommt doch keine Kinder, um sie dann abzugeben. Ach nein, und man studiert lange Jahre, sammelt berufliche Erfahrung, um dann genau was zu sein? Hausfrau und Mutter? Nein, ganz im Ernst: Jede Familie muss für sich eine Rollenteilung finden, die für sie in die eigene, aktuelle Lebenssituation passt und mit der sie klar kommt. Genau so muss aber auch jeder akzeptieren, wenn der Kollege, Bekannte oder der Verwandte eben einen anderen Weg wählt. 7. Also, irgendwie können wir uns nicht so richtig vorstellen, wie du als Mutter noch als Journalistin arbeiten kannst. Achja, weil dann mein Gehirn ganz anders funktioniert und nur noch an Brei, Stillen und Kinderkacke denken kann? 8. Neben dir fühlt man sich so richtig schön dünn. Danke, ich fühle mich mit der Wampe vor dem Bauch auch gerade super. Der Rücken tut auch gar nicht weh. 9. Willst du das wirklich alles essen? Ja! Ich esse schließlich für Zwei. Und selbst, wenn nicht - was geht's dich an?! 10. Kaffee darfst du jetzt aber nicht mehr trinken. Und Rohmilchprodukte solltest du nicht essen. Und Räucherlachs und... Ja, ich bin schon groß, danke. Ich kann mich mit diesen Themen durchaus selbst auseinandersetzen, Fachliteratur und Tipps von Ärzten lesen, mich mit meiner Hebamme dazu austauschen. Um dann für mich zu entscheiden, worauf ich wirklich verzichten sollte.

realisiert durch evolver group