SCP-Geschäftsführer Sport Markus Krösche (r.) mit Chef-Trainer Steffen Baumgart, Teammanager Ole Siegel und Martin Przondziono. - © SC Paderborn
SCP-Geschäftsführer Sport Markus Krösche (r.) mit Chef-Trainer Steffen Baumgart, Teammanager Ole Siegel und Martin Przondziono. | © SC Paderborn

SC Paderborn Przondziono verstärkt die sportliche Führung des SC Paderborn

Ex-Profi mag den Golfsport und ist in Zukunft für den SCP viel unterwegs

Hartmut Kleimann

Paderborn. Fußball-Zweitligist SC Paderborn rüstet weiter auf. Neben Teammanager Ole Siegel und Sportchef Markus Krösche beschäftigt der Verein nun auch einen Leiter Sport des Lizenzspielerbereichs. Der Name Martin Przondziono klingt für manch einen sicherlich neu, ist er aber gar nicht. Denn der 49-Jährige hat seit 2012 seinen Lebensmittelpunkt in der Stadt an der Pader. Im Sommer intensivierte sich dann die Zusammenarbeit mit dem früheren Profi und jetzigen Scout und Sportmanager. „Markus und ich kennen uns schon sehr lange, schließlich sind wir auch beide Werder-Kinder", erinnert der dreifache Vater daran, dass Krösche und auch Przondziono früher für die Bremer gespielt haben. So hat der Neue im Team des SCP die jüngste Entwicklung in Paderborn aus nächster Nähe mitverfolgt. „Der Hauptgrund für eine Zusammenarbeit war für mich die Art, wie Markus das hier aufgebaut hat. Ich schätze diese Art, wie sie Fußball spielen wollen", spricht Przondziono von Gemeinsamkeiten. Und auch Markus Krösche sieht das so: „Er soll bei uns unterstützend tätig sein und mithelfen, die strategische Ausrichtung im sportlichen Bereich weiterzuentwickeln." Auch die Kooperation mit anderen Vereinen und die Märkte im Ausland soll er vorantreiben und stärker in den Fokus nehmen. „Dabei profitieren wir von seinem großen Netzwerk", schätzt Krösche die guten Kontakte seines neuen Mitarbeiters. Der Job ist mit vielen zeitintensiven Reisen verbunden Unter dem Strich ist dieser Job für Przondziono mit vielen zeitintensiven Reisen verbunden. Wie aktuell in der Länderspielpause. Erst am Sonntag beobachtete er bei einem U-19-Länderspiel, für Montag stand ein U-17-Spiel im badischen Waldshut-Tiengen auf dem Plan. Zeit, die er gern mit seiner Familie verbringen würde. Oder mit Golfen, denn er war auch schon im Golfsport tätig. Dabei hat er auch selbst den Schläger in die Hand genommen und immerhin mal von einem Handicap von 3,5 gesprochen. Aktuell sehe das aber nicht mehr ganz so gut aus. Es stehe zwar noch eine 4,8 zu Buche, „aber das sieht bei mir mehr nach zehn als nach fünf aus", ist er durchaus selbstkritisch. Weil er beide Sportarten kennt, weiß er, dass ein Fußballer durchaus etwas von einem Golfer lernen könne: „Die Demut vor der Niederlage", sagt er spontan. Denn ein Golfer sei stets im Duell mit dem Ball allein. „Das ist sicher ein Vorteil, den Fußballer gegenüber Golfern haben", glaubt er. Und weil aktuell die Zeit bei ihm fehlt, mit kleinen Stellschrauben an seinem Handicap zu drehen, vollzieht er das beim SCP in Sachen Weiterentwicklung eines attraktiven Offensivfußballs.

realisiert durch evolver group