0
Abschiedsgruß? Ein Transfer von Dennis Srbeny könnte frisches Geld in die Kassen des SCP spülen. - © Marc Köppelmann
Abschiedsgruß? Ein Transfer von Dennis Srbeny könnte frisches Geld in die Kassen des SCP spülen. | © Marc Köppelmann

SC Paderborn Norwich City buhlt um Paderborner Stürmer Dennis Srbeny

Sport-Geschäftsführer Krösche rechnet mit Entscheidung bis Ende der Woche

Werner Schulte
24.01.2018 | Stand 24.01.2018, 18:35 Uhr

Paderborn. Der SC Paderborn läuft Gefahr seinen bislang effektivsten Spieler zu verlieren. Dennis Srbeny (Vertrag bis 30. Juni 2019) zieht es ganz offensichtlich auf die Insel. Mit Norwich City bekundet ein Klub aus der zweiten englischen Liga am Stürmer des Drittligisten zurzeit reges Interesse. „Uns liegt eine offizielle Anfrage und auch ein entsprechendes Angebot vor", bestätigte Paderborns Sport-Geschäftsführer am Mittwoch. Den Vereinsnamen wollte er allerdings nicht verraten, englischen Medien zufolge handelt es sich aber um Norwich City. Der im Osten des Landes beheimatete Klub wird von Daniel Farke trainiert, der gebürtig aus dem Kreis Paderborn stammt und noch bis zum Sommer 2017 die U23 von Borussia Dortmund gecoacht hatte. Mit Mario Vrancic (zuvor Darmstadt 98) nahm der Tabellendreizehnte der zweithöchsten Spielklasse Englands zur laufenden Saison einen ehemaligen Offensivspieler vom SC Paderborn unter Vertrag. Auch Julian Börner, Verteidiger bei Arminia Bielefeld, hatte damals ein Millionenangebot vorliegen, schlug es aber aus. Einen sofortigen Wechsel Srbenys schließt Markus Krösche momentan nicht aus, auch auf der Insel ist das Transferfenster noch bis zum 31. Januar geöffnet. Krösche: "Kein Spieler ist unverkäuflich" Rein sportlich wäre ein Wechsel des aktuellen Drittliga-Topscorers sicherlich ein herber Verlust für den Tabellenführer. In den 15 bislang absolvierten Spielen hat Srbeny neun Treffer selbst erzielt und elf vorbereitet. Mit dem gebürtigen Berliner hat der SCP noch kein Saisonspiel verloren. Verletzungsbedingt versäumte er während der Hinrunde sechs Begegnungen, in diesem Zeitraum kassierte die Elf von Cheftrainer Steffen Baumgart vier Niederlagen. Trotz dieser Vorzeige-Bilanz werden die Ostwestfalen dem 23-jährigen Angreifer keine Steine in den Weg legen, falls die Konditionen am Ende passen. „Kein Spieler ist unverkäuflich", sagt Krösche, der die finanzielle Schmerzgrenze des Vereins allerdings nicht beziffern will. Weil er von „den Qualitäten der restlichen Angreifer total überzeugt" ist, hält der 37-Jährige die drohende Lücke auch nicht für unschließbar. Außerdem gab der SC Paderborn gestern bekannt, dass der Vertrag mit Semir Saric mit sofortiger Wirkung aufgelöst wurde. Der 20-Jährige kam fast ausschließlich in der U21-Oberligamannschaft zum Einsatz und kickt künftig für den Regionalligisten Wuppertaler SV. Der Sohnemann des ehemaligen Co-Trainers Asif Saric (jetzt Hannover 96) kam 2013 vom Hombrucher SV.

realisiert durch evolver group