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Endlich auch gesundheitlich wieder auf der Höhe: Paderborns Thomas Bertels (r.) wünscht sich fürs Testspiel beim SC Verl einen 45-minütigen Einsatz. - © Marc Köppelmann
Endlich auch gesundheitlich wieder auf der Höhe: Paderborns Thomas Bertels (r.) wünscht sich fürs Testspiel beim SC Verl einen 45-minütigen Einsatz. | © Marc Köppelmann

SC Paderborn Bertels ist nach 14-monatiger Verletzungspause wieder fit

Müller hat für das Testspiel gegen den SC Verl verschiedene Aufstellungsmodelle im Kopf

Werner Schulte
09.10.2015 | Stand 09.10.2015, 08:27 Uhr

Paderborn. Den geballten Frust hat er nach dem Ende seiner langen Zwangspause allmählich wieder im Griff. "Es war einfach eine Dreckszeit", sagt Thomas Bertels, wenn er an die rund 14-monatige Leidenszeit zurückdenkt, die dem 28 Jahre alten Fußballprofi vom SC Paderborn sicherlich ein wertvolles Jahr seiner Karriere gekostet hat. Allein drei Operationen am rechten Fuß musste er während dieses Zeitraums über sich ergehen lassen. Dem an sich simplen Routineeingriff einer Achillessehnen-OP folgten massive Komplikationen und etliche weitere Wehwehchen am selben Körperteil. Immer wieder gab es Rückschläge. Schon im Sommer 2014. Zunächst zog er sich bei ersten Gehversuchen im Testspiel gegen Wiedenbrück eine Stressfraktur zu und musste erneut pausieren. Am dritten Bundesliga-Spieltag feierte er beim 0:0 gegen den 1. FC Köln zunächst mal ein dreiminütiges Comeback, anschließend hatte sich der Fuß erneut entzündet. Die Leidenszeit ging also unvermindert weiter, auch der zur laufenden Zweitligasaison fest eingeplante Wiedereinstieg sollte trotz entsprechender Perspektiven am Ende scheitern.Verdacht auf einen ärztlichen Kunstfehler Zwischenzeitlich hatte Bertels sogar seine OP-Unterlagen eingefordert, wegen des Verdachts auf einen ärztlichen Kunstfehler beschäftigen sich die Juristen zurzeit noch mit diesem Fall. Jetzt gehe es aber endlich kontinuierlich voran, freut sich der gebürtige Geseker. Nach etlichen beschwerdefreien Wochen ist er jedenfalls guter Hoffnung, dass diesmal alles nach Wunsch verläuft. Nachdem der Linksverteidiger den 90-minütigen Einsatz in der U-23-Oberligaelf des Vereins am vergangenen Sonntag ohne jegliche Nachwehen überstanden hat, würde er auch im Testspiel der Profis bei seinem Ex-Klub SC Verl (2009 bis 2011) "gern zumindest mal wieder 45 Minuten spielen" (17.30 Uhr, Stadion Poststraße). Darüber will Paderborns Interimstrainer René Müller, der angesichts der Aufstellung gestern noch "verschiedene Modelle im Kopf" hatte, aber erst kurzfristig entscheiden.Bertels hat keinen Wunschkandidaten Klar, dass auch Thomas Bertels die laufende Trainersuche nach der Trennung von Markus Gellhaus mit einiger Spannung verfolgt. "Eine solche Entlassung ist keine schöne Sache und so etwas möchtest du als Spieler eigentlich auch gar nicht erleben", sagt Bertels, der angesichts der Nachfolge keinen persönlichen Wunschkandidaten hat. Auch nicht Peter Neururer? "Die Verantwortlichen werden die Position sicher bestmöglich besetzen", lässt sich der eingefleischte Schalke-Fan partout nicht locken. Außerdem mache die Frage nach möglichen Wunschkandidaten ja auch gar keinen Sinn: "Fragst du bei uns 20 Spieler, dann hörst du bestimmt 15 verschiedene Namen."

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