1:0 für RB Leipzig: Marcel Sabitzer (re.) trifft zum 1:0 gegen Paderborns Torhüter Lukas Kruse und Niklas Hoheneder (3.v.l. Paderborn). Leipzig Yussuf Poulsen (li) schauen zu. - © dpa
1:0 für RB Leipzig: Marcel Sabitzer (re.) trifft zum 1:0 gegen Paderborns Torhüter Lukas Kruse und Niklas Hoheneder (3.v.l. Paderborn). Leipzig Yussuf Poulsen (li) schauen zu. | © dpa

SC Paderborn Leipzig-Pleite sorgt für Krise beim SC Paderborn

Leipzig/Paderborn. Bundesliga-Absteiger SC Paderborn ist in der 2. Fußball-Bundesliga weiterhin ein gern gesehener Punktelieferant. Beim ambitionierten Klub RB Leipzig unterlagen die Domstädter am Freitagabend 0:2 (0:2) und taumeln weiter in Richtung Tabellenende. "Dass wir nach sechs Spielen erst mit drei Punkten dastehen, ist mehr als bedenklich. Es ist schwer zu sagen, wo wir den Hebel ansetzen müssen", sagte SCP-Keeper Lukas Kruse.

Die Verantwortlichen des Klubs sind nach schon fünf Saisonpleiten um Ruhe bemüht. "Wir müssen die Situation weiter sachlich analysieren. Es bringt ja nichts, jetzt in Panik zu verfallen. Gegen Karlsruhe steht die Mannschaft jetzt noch mehr in der Pflicht", sagte Geschäftsführer Martin Hornberger. Klar sei aber: "Wir sollten jetzt nicht weiter die Mannschaften aufbauen, die selbst schlecht gestartet sind, sondern müssen jetzt mal für uns punkten. Das Spiel gegen Karlsruhe ist ganz wichtig für uns."

Kapitän Marcel Ndjeng ergänzte: "Wir haben derzeit nicht die Selbstverständlichkeit im Spiel. Es mangelt an Selbstvertrauen. Das ist aber nicht von jetzt auf gleich zu ändern."

Entscheidung schon in der ersten Halbzeit

Leipzigs Marcel Sabitzer stocherte den Ball vor 25.394 Zuschauern nach einer Ecke über die Linie und brachte sein Team in Führung (18.), wenig später erhöhte Emil Forsberg mit einem sehenswerten Freistoßtreffer (28.). "Wir haben eine gute Mannschaft. Uns fehlt einfach das Quäntchen Glück. Glück kann man sich aber erarbeiten", äußerte Paderborns Innenverteidiger Niklas Hoheneder. Schon nach den ersten 45 Minuten war die Partie in Sachsen quasi verloren.

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Trainer Markus Gellhaus muss möglichst schnell die Mannschaft aus der Krise führen, noch hat er kein Patentrezept parat: "Was Leidenschaft und Leistungsbereitschaft betrifft, kann ich meiner Mannschaft keine Vorwürfe machen. Die nächsten Aufgaben werden spannend. In Karlsruhe gilt es zu punkten."

Während Leipzig sich im Vorderfeld der Tabelle festgesetzt hat, sieht Lage für den SCP erstmal düster aus. Der personelle Umbruch und der Weggang von Trainer André Breitenreiter zu Schalke 04 konnten nach dem Abstieg bislang nicht kompensiert werden.

RB-Coach Ralf Rangnick kann hingegen zufrieden sein. "In der zweiten Halbzeit haben wir gut kombiniert. Das sah richtig nach Fußball aus. Es nützt uns ja wenig, wenn wir zwar auswärts siegen, aber zu Hause nur unentschieden spielen", betonte der ehemalige Bundesliga-Coach.

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