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Paderborner Pokal-K.o. in der Verlängerung

RB Leipzig - SC Paderborn 2:1 n.V. (1:1, 1:1)

17.08.2014 | Stand 17.08.2014, 22:45 Uhr
Paderborns Christian Strohdiek (re.) gegen den Leipziger Yussuf Poulsen. - © FOTO: DPA
Paderborns Christian Strohdiek (re.) gegen den Leipziger Yussuf Poulsen. | © FOTO: DPA
Paderborner K.o. in der Verlängerung - © SC Paderborn
Paderborner K.o. in der Verlängerung | © SC Paderborn

Leipzig (nw).  Der finanzstarke Zweitliga-Neuling RB Leipzig hat Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn in der ersten Runde aus dem Wettbewerb geworfen. Die in dieser Saison noch ungeschlagenen Sachsen setzten sich mit 2:1 (1:1, 1:1) nach Verlängerung gegen die Domstädter durch und sorgten damit einen Dämpfer vor dem Start in die Premierensaison als Bundesligist am Sonntag gegen Mainz 05.

Die Treffer für RB erzielten Anthony Jung (43.) und der eingewechselte Clemens Fandrich (109.). Leipzig blieb damit auch im 18. Pflichtspiel nacheinander ohne Niederlage. Süleyman Koc (30.) hatte zuvor mit einem sehenswerten Distanzschuss zur Führung für Paderborn getroffen.

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Während die Gastgeber zum zweiten Mal in ihrer noch jungen Vereinsgeschichte in die zweite Pokalrunde einzogen, enttäuschten die Gäste vor allem in Halbzeit zwei und in der Verlängerung.

Paderborns Trainer André Breitenreiter sagte nach dem Spiel: "Ich habe ein Spiel auf Augenhöhe gesehen, Leipzig war der erwartet harte Gegner. Wir haben in vielen Bereichen dagegen gehalten und hatten in der ersten Halbzeit sogar mehr Chancen, aber in Ballbesitz waren wir noch zu unruhig. Wir haben heute überhaupt nicht enttäuscht und lassen jetzt die Köpfe nicht hängen."

Vor 24.348 Zuschauern in der WM-Arena erwischte Leipzig zwar den besseren Start, doch Paderborn hatte die erste große Torchance. Moritz Stoppelkamp köpfte eine Flanke des starken Jens Wemmer an die Latte (25.). Den Nachschuss hielt RB-Keeper Benjamin Bellot sicher fest.

Kurz darauf sah der Schlussmann allerdings schlecht aus. Bellot stand bei einem Abschlag der Paderborner viel zu weit vor dem eigenen Tor und Koc nutzte diesen Fehler aus. Aus mehr als 30 Metern hob er den Ball clever über den chancenlosen 24-Jährigen - es war das erste Pflichtspiel-Gegentor für Leipzig seit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Die Leipziger, die am Freitag im Sachsenderby gegen Erzgebirge Aue antreten, wirkten anschließend nur kurz geschockt. Nachdem ein Elfmeterpfiff in Folge eines vermeintlichen Fouls an Joshua Kimmich (35.) ausgeblieben war, heizte sich die Stimmung auf. Für Erlösung sorgte Jung. Sein abgefälschter Freistoß landete unhaltbar für Lukas Kruse im Tor. Davon abgesehen erspielte sich der von einem österreichischen Getränkehersteller finanzierte Emporkömmling bis zur Halbzeit keine nennenswerten Chancen.

Im Pokal war RB in seiner kurzen Vereinsgeschichte bislang noch nie über die zweite Runde hinausgekommen, Paderborn schaffte es 2004 bis ins Achtelfinale. Im Vorjahr waren die Gastgeber in der ersten Runde gegen Augsburg (0:2) ausgeschieden, für Paderborn war nur eine Runde später beim 1. FC Saarbrücken (0:2) Schluss.

Im ersten Pflichtspiel der Saison wollten die Paderborner zu Beginn der zweiten Hälfte nicht zu viel riskieren, auch die für ihr hohes Spieltempo bekannten Leipziger lauerten vor allem auf Fehler und das Spiel flachte merklich ab. Auch in der Verlängerung boten beide Teams nur Stückwerk, zusehends schwanden die Kräfte. Fandrich war jedoch noch frisch. Der 23-Jährige war erst in der 101. Minute für Rani Khedira gekommen.

Beste Spieler beim Gastgeber waren Kimmich und Tim Sebastian, beim SCP überzeugten Wemmer und Koc.

RB Leipzig - SC Paderborn 2:1 n.V. (1:1, 1:1)

Leipzig: Bellot - Teigl, Hoheneder, Sebastian, Jung - Khedira (101. Fandrich) - Demme, Kimmich - Kaiser (112. Willers) - Frahn (80. Morys), Poulsen

Paderborn: Lukas Kruse - Hartherz (110. Saglik), Hünemeier, Strohdiek, Jens Wemmer - Ziegler - Bakalorz (80. Rupp), Mario Vrancic - Koc (85. Ouali), Stoppelkamp - Kutschke

Tore: 0:1 Koc (27.), 1:1 Jung (43.), 2:1 Fandrich (109.)

Zuschauer: 24.348

Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover)

Gelbe Karten: Frahn, Khedira - Hartherz, Bakalorz, Ziegler, Strohdiek

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