Start der Marathonläufer: Los geht es im Ringelsteiner Wald und gleich zeigt vorne links der Paderborner Kai Schmalstieg, dass er in Sachen Platz eins ein Wörtchen mitreden möchte. - © Johannes Büttner
Start der Marathonläufer: Los geht es im Ringelsteiner Wald und gleich zeigt vorne links der Paderborner Kai Schmalstieg, dass er in Sachen Platz eins ein Wörtchen mitreden möchte. | © Johannes Büttner

Kreis Paderborn 2. Auflage des Almetal-Marathons begeistert

Rund 400 Ausdauersportler haben Spaß auf einer Strecke, die durch eine Fünf-Sterne-Landschaft führt

Johannes Büttner
Hartmut Kleimann

Kreis Paderborn. Eine Marathon-Veranstaltung der Extraklasse gelang jetzt wieder dem Lauftreff Elsen-Wewer im Zusammenspiel mit 13 weiteren Vereinen der Region. Zum zweiten Mal startete der Almetal-Marathon, bei dem nicht vorrangig die schnellste Zeit das Thema war, sondern das tolle Lauferlebnis durch eine traumhaft schöne Herbstlandschaft. Und das bei einem absolutem Vorzeigewetter. Fast 400 Läuferinnen und Läufer nahmen an dieser 2. Auflage teil. Obwohl Zeit und Platzierungen bei den Marathon- und Halbmarathon-Distanzen zweitrangig waren, konnten sich die Spitzenzeiten durchaus sehen lassen. Während beim Marathon Kai Schmalstieg vom LC Paderborn einen souveränen Start-Ziel-Sieg in einer Zeit von 2:45:10 Stunden hinlegte, schaffte auch Joshua Hermens vom TSV Tudorf beim ersten Halbmarathon einen überzeugenden Start-Ziel-Sieg. Er benötigte für die 21 Kilometer lange Strecke von Harth-Ringelstein bis Wewelsburg 1:25:22 Stunden. Den zweiten Halbmarathon, der von Wewelsburg bis zum Ahornsportpark in Paderborn führte, gewann Frederik Zysk in einer Zeit von 1:26:41 Stunden. »Ich habe unterwegs jede Minute meiner Marathonzeit genossen« Es hat sich in der Läuferszene herumgesprochen, dass die Laufstrecke durch das Almetal wohl zu den schönsten gehört: Kulturell überaus reizvoll, landschaftlich schön und vom Streckenprofil gut zu laufen. "Hinzu kommt, dass die Sportvereine der an der Strecke liegenden Ortschaften hervorragende Partner sind und den Lauftreff als Veranstalter prima unterstützen", sagte Organisationschef Ulrich Böckler. Und wenn dann noch das Wetter so stimmig ist, wie am Sonntag, dann kann man von optimalen Bedingungen sprechen. So sahen das auch die Sportler. Alles sei prima gewesen, einzig die Sonneneinwirkung auf dem Teilstück zwischen Büren und Brenken habe ihm etwas zu schaffen gemacht, sagte Frank Göbert von den Marathonfreunden aus Soest, der beim 1. Halbmarathon den 3. Platz belegte. "Dieser Marathon ist landschaftlich ein Erlebnis", postete später Thorsten Habedank aus Warburg in der Meinungsspalte der Almetal-Internetseite. Auch Nelli Pankratz war begeistert: "Herrliche Partystimmung in den Dörfern. Man hatte das Gefühl, jeder fiebert mit und hat Spaß. Ich habe unterwegs jede Minute meiner Marathonzeit genossen." In Wewelsburg hatte Landrat Manfred Müller als Schirmherr die rund 150 Teilnehmer des 2. Halbmarathon-Laufes auf den Weg geschickt. Unter ihnen war auch Guido Hartmann vom Lauftreff Elsen-Wewer, der in einer vollen Feuerwehr-Uniform mitlief und dabei für einen sozialen Zweck warb. In Ringelstein hatten Harths Ortsvorsteher Dirk Nölting und von Seiten der Stadt Büren Michael Kubart den Startschuss gegeben. Damit sich beide Läufergruppen nicht behinderten, waren die Marathon-Läufer rund zwanzig Minuten früher gestartet. Der Termin der möglichen 3. Auflage ist der 13. Oktober 2019 "Es ist wunderbar, dass alle so prima mitmachen", freute sich beim Start im Ringelsteiner Wald Ulrich Böckler, der gemeinsam mit Johannes Spenner zu den Initiatoren des Almetal-Marathons gehört. Neben dem Lauftreff Wewer-Elsen waren auch in diesem Jahr wieder die Vereine HSV Harth, SV Siddinghausen, SV Weine, SV Büren, BSV Ahden, TuS Wewelsburg, TSV Tudorf, RW Alfen, SC Borchen, Tura Elsen und TSV Schloß Neuhaus aktiv dabei. Zudem wurde auch das Angebot der Schnupperläufe gut genutzt. Wie groß die öffentliche Anerkennung für diese besondere Sportveranstaltung inzwischen ist, wird auch daran deutlich, dass die Teilnehmer sogar die Eisenbahnbrücke in Wewer, die aufgrund von Bauarbeiten über einen langen Zeitraum voll gesperrt ist, belaufen durften. Ein weiterer Höhepunkt war auch das Queren des trockenen Alme-Flussbettes in der Nähe des Ziels, dem Paderborner Ahorn-Sportpark. Und in den einzelnen Ortschaften hatten die dortigen Sportvereine jede Menge Menschen mobilisiert, die teilweise mit musikalischer Unterstützung diverser Musikgruppen für echte Partystimmung sorgten. Angesichts solcher Begeisterung ist es nur schwer vorstellbar, dass nach zwei Almetal-Marathonläufen jetzt Schluss ist. Ist es auch nicht, denn der Termin für die 3. Auflage im Jahr 2019 steht mit dem 13. Oktober schon fest. "Dennoch lassen wir jetzt erst einmal alles sacken und gehen im November bei einem Treffen mit allen Beteiligten in die Manöverkritik. Sollten dann alle zustimmen, geht es natürlich weiter", so Ulrich Böckler abschließend.

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