Freut sich aufs Oberhaus: Marc Renner, Sportlicher Leiter des TuS Sennelager. - © Rouven Theiß
Freut sich aufs Oberhaus: Marc Renner, Sportlicher Leiter des TuS Sennelager. | © Rouven Theiß

Paderborn Tennis-Herren aus Sennelager wagen das Abenteuer 1. Liga

Der Kern des Aufstiegsteams soll gehalten werden. Noch unklar ist die Spielstätte. So stehen derzeit noch zwei Anlagen in der Stadt Paderborn zur Auswahl

Rouven Theiß

Paderborn-Sennelager. Die Verantwortlichen des TuS Sennelager hatten sich viel Zeit genommen. Schließlich galt es eine wohlüberlegte Entscheidung zu treffen. Soll der TuS nach dem sportlich erreichten Aufstieg tatsächlich das Abenteuer 1. Tennis-Bundesliga in Angriff nehmen? Nun steht die Antwort fest: Der TuS Sennelager wird in der Saison 2019 tatsächlich im deutschen Oberhaus auf Punktejagd gehen. "Das ist eine vielleicht einmalige Chance. Die Spieler wollten unbedingt in die Bundesliga. Auch für die Stadt Paderborn ist das sicher eine gute Sache. Fakt ist aber auch, dass wir kommende Saison krasser Außenseiter sind", sagt Marc Renner, Sportlicher Leiter des TuS Sennelager. Unklar ist aber noch, wo genau der TuS seine Heimspiele bestreiten wird. "Mehrere Vereine sind auf uns zugekommen und haben uns angeboten, dass wir die Heimspiele jeweils auf ihrer Anlage austragen können. In Gesprächen befinden wir uns jetzt noch mit zwei Klubs aus der Paderborner Kernstadt beziehungsweise einem Stadtteil", erklärt Renner. Der TC Grün-Weiß Paderborn ist nicht darunter. "Eine endgültige Entscheidung in Sachen Spielstätte wird wahrscheinlich in den kommenden beiden Wochen fallen", so Renner, der am 8. Oktober nach Köln reist. Fokus liegt auf dem Sommer Dort findet dann ein Erstliga-Treffen statt, "wo es weitere Informationen gibt, welche Standards vorhanden sein müssen und welche genauen Richtlinien existieren", sagt Renner. Was den Kader betrifft, soll der Kern des Aufstiegs-Teams zusammenbleiben. "Wir werden lediglich drei, vier Verstärkungen holen", erklärt der Sportliche Leiter. Patricio Heras, Dante Gennaro und Gabriel Donev werden den TuS verlassen. Was der Rückzug des Erstligisten BW Halle, der als Vizemeister freiwillig in die Regionalliga geht, für Sennelager bedeutet, kann Renner nicht einschätzen: "Aachen wird nun wohl gemeinsam mit uns aufsteigen. Ob wir durch Halles Rückzug aber künftig vielleicht mehr Zuschauer anlocken können, weiß ich nicht." Der Fokus des TuS liegt übrigens ganz klar auf dem Sommer. "Für uns zählt nur die Sommersaison. Im Winter spielen wir nur Bezirksliga. Unsere Bundesliga-Spieler werden aber zeitweise in Paderborn trainieren und mit einigen machen wir in den kommenden Monaten auch die gemeinsame Planung für die Turniere im nächsten Jahr", berichtet Marc Renner.

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