Geht voran: Hans Milberg,Vorsitzender des Stadtsportverbandes Bad Oeynhausen. - © Egon Bieber
Geht voran: Hans Milberg,Vorsitzender des Stadtsportverbandes Bad Oeynhausen. | © Egon Bieber

Bad Oeynhausen Wird aus dem Stadtsportverband eine Partei?

SSV-Vorsitzender Hans Milberg bestätigt, dass diese Idee seit geraumer Zeit diskutiert wird: „Wir müssen an die Zukunft denken und uns stetig weiterentwickeln“

Jürgen Krüger

Im Jahr 2017 haben die Bad Oeynhausener Sportvereine, die Mitglied im Stadtsportverband (SSV) sind, ihren Vorstand wiedergewählt. Die nächste Wahl ist 2019, und es ist durchaus möglich, dass das die letzte Wahl sein wird. Denn innerhalb des Stadtsportverbandes läuft derzeit eine Diskussion, ob aus dem gemeinnützigen Verein eine Sportpartei werden soll. Dieses Gerücht bestätigt SSV-Vorsitzender Hans Milberg auf Anfrage der Neuen Westfälischen. "Wir müssen an die Zukunft denken" „Wir müssen an die Zukunft denken und uns stetig weiterentwickeln. Da sollten wir uns fragen, ob es Sinn macht, unsere ehrgeizigen Projekte als Stadtsportverband durchzusetzen oder ob eine Sportpartei die bessere Alternative wäre", sagt der 72-Jährige, der gemeinsam mit Stefan Redeker, Michael Grützkowski, Wolfgang Feierabend und Rainer Müller-Held den SSV führt. Da der Stadtsportverband im Stadtrat keine Stimme habe, sondern nur beratend an den Sitzungen teilnehme, werde der Verband gerne auch als zahnloser Tiger bezeichnet. Sollte es zur Parteigründung kommen, dann würde Hans Milberg die Sportpartei anstelle des Stadtsportverbandes sehen, nicht an dessen Seite. Allerdings sei noch nichts in Stein gemeißelt, lediglich Standpunkte würden bislang ausgetauscht. „Das Ganze steckt also noch in den Kinderschuhen", beschwichtigt Hans Milberg. Vorbild könnte die Deutsche Sportpartei (DSP) sein, die sich vor zwei Jahren in Düsseldorf gegründet hat, unter anderem mit dem Ziel, „den Sport durch erheblich höhere Zuwendungen an Vereine, Leistungszentren und Athleten, sowohl im Breiten- als auch im Leistungssport, besser zu fördern", wie es im Parteiprogramm heißt. „Wir wollen es anschieben." Professioneller werden ist auch das Credo von Hans Milberg. „Das, was wir jetzt und hier in Bad Oeynhausen ehrenamtlich machen, hat keine Zukunft", sagt er und hält es durchaus für denkbar, dass die Bad Oeynhausener Sportpartei bereits bei den Kommunalwahlen im Jahr 2020 antritt. Ein paar Monate zuvor ist Jahreshauptversammlung des Stadtsportverbandes, wo sich Hans Milberg wieder zur Wahl stellen wird, wie er sagt. Bis dahin wird es sicherlich noch reichlich Diskussionen geben. Milberg: „Es ist mehr möglich. Wir wollen es anschieben."

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