Unterstützung: Viele Zuschauer waren am See. Hier wird Uwe Glawion (Berlin) vom Bruder und Freund aus Lauenförde angefeuert. - © Torsten Wegener
Unterstützung: Viele Zuschauer waren am See. Hier wird Uwe Glawion (Berlin) vom Bruder und Freund aus Lauenförde angefeuert. | © Torsten Wegener

Godelheim Super Premiere für den Triathlon

Weserbergland Triathlon: Beim Dreikampf aus Schwimmen, Radfahren und Laufen loben die Sportler die neue Sportveranstaltung rund um den Godelheimer See.

Godelheim. Was für eine tolle Premiere für den ersten Weserbergland Triathlon rund um den Godelheimer See. 261 Athleten standen bei der Erstaustragung letztendlich an der Startlinie. Am Ende durfte sich alle als Sieger fühlen. Das gilt auch für die Veranstalter. Der Kreissportbund Höxter hat zusammen mit dem Kreis Höxter und der Stadt Höxter ein super organisiertes Sportevent auf die Beine gestellt. Dafür gab es viel Lob von den Sportlern. In die Siegerlisten für den Sprintwettbewerb über 700 Meter Schwimmen, 20,5 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen dürfen sich Garvin Krug aus Hameln und Elke Reuting aus Kassel eintragen. "Das Event wird hier vor Ort am See super angenommen. Viele Familienmitglieder und Freunde unterstützen die Athleten. Für die Streckenführung haben wir zudem viel Lob bekommen. Das ist insgesamt eine sensationelle Werbung für die Region. Ich kann schon jetzt versprechen, dass es eine Wiederholung geben wird", sagte Kreisdirektor und Initiator Klaus Schumacher am Rande der Veranstaltung. Perfekt anmoderiert von Markus Finger hatten sich um 11 Uhr vormittags in der ersten Startgruppe die Frauen auf den Weg gemacht. Den Sieg sicherte sich Elke Reutin vom WVC Kassel in 1:20,41 Stunde. "Ich habe in diesem Jahr in Frankfurt in 12:33 Stunden zum ersten Mal einen Ironman absolviert", sagte die 48-Jährige. "Nun wollte ich mit einer kurzen Distanz die Saison beenden", sagte die Siegerin. Sie hatte nach dem Radfahren genug Vorsprung auf Jacqueline Krekow aus Frankfurt. Diese holte in ihrer Paradedisziplin Laufen enorm auf, machte Plätze gut und freute sich über Platz zwei. "Eigentlich mache ich Extrem-Hindernislauf. Mein Freund ist in Beverungen aufgewachsen und da haben wir für den Wettbewerb gemeldet", so Krekow. Die Dalhäuserin Evelyn Behre, eigentlich im Mountainbike-Sport zuhause, freute sich über Platz fünf. Die 23-Jährige kam nach 1:25,24 Stunde ins Ziel. Beste Juniorin wurde Gymnasiastin Laura Husemann (KWG Höxter) auf Platz neun. Einen Start-Ziel-Sieg feierte Garvin Krug, früherer Fußballer der Warburger Sportfreunde. Nach 700 Metern Schwimmen kam er mit Vorsprung aus dem See. Diesen verteidigte er souverän beim Radfahren und Laufen und gewann in 1:01,06 Stunde. Zwar wäre er gern unter der Stundenmarke geblieben, doch grundsätzlich war er mit dem Rennen zufrieden. "Ich hatte beim Lauf zunächst Probleme mit dem Zwerchfell. Das hat etwas Zeit gekostet", erklärte der Ausdauerathlet, der für den ESV Eintracht Hameln startet und schon viele Triathlons absolviert hat. "Die Premiere hier finde ich sehr gelungen. Lediglich bei der Laufstrecke hätte es in der Höxteraner Altstadt ein paar mehr Wegmarkierungen geben können." Mit schweren Beinen vom Training war der Scherfeder Tim Rose in den Wettkampf gegangen. Er trainiert aktuell für den Ironman auf Hawaii im Oktober. "Da sind die kurzen, schnellen Sprintdistanzen auch mal wichtig". Auf dem Rad absolvierte er jedoch rund zwei Kilometer zu viel. Er verpasste auf dem Rundkurs die Wendemarke und fuhr versehentlich in Richtung Wechselzone. "Das ist schon ärgerlich", sagte Rose, der in 1:07:33 Stunde letztendlich auf Platz sieben kam. Alle Athleten hatten grundsätzlich auf der Radstrecke enorm mit Gegenwind zu kämpfen. Platz zwei belegte bei den Herren der 50-jährige Oliver Degenhardt vom WVC Kassel. Degenhardt, der vor zwei Jahren bei der Weltmeisterschaft über die halbe Ironman-Distanz den zweiten Platz in seiner Altersklasse feierte, war eine Startgruppe später dran und kam bis auf 53 Sekunden an die Zeit von Krug heran. Dritter wurde der Lüchtringer Tobias Haase, der nun in Köln lebt, in 1:04,20 Stunde. Über einen starken vierten Platz freute sich der Godelheimer Christoph Dohmann. "Vor allem das Laufen ging sehr gut. Da habe ich richtig Gas geben können", so Dohmann. Bester Junior wurde der Beverunger Magnus Mathias. 1:17,41 Stunde bedeuteten Gesamtrang 22. "Die Startphase beim Schwimmen fand ich extrem anstrengend", sagte der Gymnasiast, der bei Blau-Weiß Weser in der B-Jugend Fußball spielt.

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