Gemeinsam für den Herforder SV: Die Vorstandsherren Dirk Heitlindemann (v. l.), Björn Hebbe und Ulrich Laege freuen sich, dass Nina Lange nun das HSV-Trikot trägt. - © Walter Dollendorf
Gemeinsam für den Herforder SV: Die Vorstandsherren Dirk Heitlindemann (v. l.), Björn Hebbe und Ulrich Laege freuen sich, dass Nina Lange nun das HSV-Trikot trägt. | © Walter Dollendorf

Herford Herforder SV stellt den Winterzugang Nina Lange vor

2. Frauenfußball-Bundesliga: Nina Lange ist im Mittelfeld vielseitig einsetzbar

Walter Dollendorf

Herford. Seit Sonntag befindet sich Frauenfußball-Zweitligist Herforder SV in der Vorbereitung auf die Rückrunde. Mit dabei ist ab sofort Nina Lange, die wie berichtet vom Klassenrivalen FSV Gütersloh zum HSV wechselt. "Nina passt ideal in unser Anforderungsprofil. Sie ist jung und sehr ehrgeizig. Ich bin froh, dass ihr Wechsel so schnell über die Bühne gegangen ist", sagt der HSV-Vorsitzende Björn Hebbe. Nina Lange kommt aus Bad Oeynhausen. Die 17-Jährige spielte zunächst bei der SV Eidinghausen-Werste und anschließend bei RW Rehme. Danach wechselte sie zum FSV Gütersloh, wo sie mit den B-Mädchen eine sehr erfolgreiche Zeit erlebte. "Diese Jahre waren für mich eine wichtige Erfahrung. Wir haben dreimal die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft erreicht und waren richtig erfolgreich", sagt Nina Lange. Im Sommer wechselte sie in den Zweitligakader der Gütersloherinnen. Dort kam sie in der Meisterschaft nur zu vier Einsätzen, was die talentierte Fußballerin nicht zufrieden stellte. "Am Anfang war es ja noch in Ordnung, dass ich nur auf der Bank saß. Aber es machte mir immer weniger Spaß zu trainieren, dann aber nicht spielen zu können", sagt sie. So nahm sie Kontakt zum Herforder SV auf, wo sie aus gemeinsamen Zeiten in Auswahlmannschaften Spielerinnen wie Carina Schlüter, Lisa Lösch oder Leonie Heitlindemann kennt. Nina Lange besucht wie Carina Schlüter das Sport-Internat in Kamen-Kaiserau. "Es ist mit dem Verein abgemacht, dass ich zweimal in der Woche in Herford mittrainiere. Das ist für mich auch zu leisten", sagt die Spielerin, die zum erweiterten Kader der U-19-Nationalmannschaft gehört und mit der westfälischen Auswahl den Länderpokal gewonnen hat. An den restlichen Tagen trainiert sie im SportCentrum Kaiserau. Nach dem Weggang von Lena Schulte, die zum Regionalliga-Spitzenreiter Arminia Bielefeld gewechselt ist, ist Nina Lange für Björn Hebbe genau die richtige Verstärkung. "Nina ist zwar noch jung an Jahren. Sie verfügt aber schon über eine Menge Erfahrung, ist ehrgeizig und zielstrebig. Das wird unserer Mannschaft gut tun", sagt der HSV-Vorsitzende. Weitere personelle Änderungen sind laut Hebbe zur Rückrunde nicht geplant. Im Training fehlten zuletzt nur die erkrankten Lisa Lösch und Meike Delißen. Offen ist noch die Position des Sportlichen Leiters. Die Verantwortlichen feilen noch an einer "internen Lösung", so Hebbe. Die ehemalige Vorsitzende Birgit Schmidt wird diese Position nach seinen Worten nicht übernehmen.

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