Ausnahme: Niko Krspogacin setzte sich mit vollem Körpereinsatz neunmal gegen die starke Oberadener Deckung durch. - © Henrik Martinschledde
Ausnahme: Niko Krspogacin setzte sich mit vollem Körpereinsatz neunmal gegen die starke Oberadener Deckung durch. | © Henrik Martinschledde

Bergkamen Handball-Oberligist TSG Harsewinkel mit 28:37-Niederlage gegen SuS Oberaden

Richtungweisendes Spiel im Kampf um den Klassenerhalt ist bereits nach 44 Minuten beim Stande von 28:15 entschieden

Uwe Kramme
10.12.2018 | Stand 09.12.2018, 21:58 Uhr

Bergkamen. 28 Treffer könnten zu dem Schluss verleiten, dass die TSG Harsewinkel gestern im Abstiegsduell bei SuS Oberaden eine oberligareife Angriffsleistung geboten hätte. Doch davon kann keine Rede sein. Erst als sich Alexandros Katsigiannis, der Spielertrainer der Gastgeber, beim Stande von 28:15 aus- und seine Bankspieler einwechselte, kamen die TSG-Angreifer etwas besser durch. "Hier und heute hat eine Mannschaft den Sieg etwas mehr gewollt", gestand Manuel Mühlbrandt eine verdiente Niederlage ein. "Oberaden hat die Tore gemacht und wir die Fehler." Der Harsewinkeler Coach übte nach der bitteren Enttäuschung, die seine Truppe wieder auf den letzten Tabellenplatz zurückgeworfen hat, allerdings auch Selbstkritik. "Vielleicht hätte ich meine Jungs nicht so energisch darauf hinweisen sollen, dass unsere Gastgeber in der Abwehr sehr aggressiv und wenn es nötig ist, auch brutal zur Sache gehen würden." In der Folge erlebte Mühlbrandt nämlich einen Rückfall in die längst vergessen geglaubten Schwächen der ersten Saisonspiele, denn sein Team ließ im Angriff Durchschlagskraft und Entschlossenheit vermissen. "Keiner geht in die Tiefe, keiner zieht richtig durch. Und wenn doch, dann werfen sie flach, obwohl der Torwart da schon liegt", kritisierte der Coach. Nikolas Krspogacin erzielt neun Treffer Weil sich zum fehlenden Durchsetzungsvermögen auch noch Konzentrationsschwächen im Abschluss und im Passspiel gesellten, hatten die Oberadener leichtes Spiel, sich über das 8:2 (12.) bis zur Pause vorentscheidend mit 17:11 abzusetzen. Rühmliche Ausnahme im schwachen TSG-Angriff war Nikolas Krspogacin, der neunmal aus der 2. Reihe einnetzte. Gut eingestellt war die sattelfeste 6:0-Deckung des neuen Rangelften dagegen auf die anderen Rückraumspieler Jonas Kalter, Florian und Sven Bröskamp. Besonders bitter für Mühlbrandt: Hatte er mit dem siebten Feldspieler bislang immer eine taktische Möglichkeit gehabt, um die gegnerische Deckung mit zwei Kreisläufern zu attackieren, ging auch dies in Oberaden böse in die Hose. Viermal trafen die Hausherren ins leere Tor, einmal Katsigiannis und dreimal der starke Keeper Marvin Makus. Dass bei einem Endergebnis von 28:37 auch die Deckungsleistung zu wünschen übrig ließ, versteht sich von selbst. "Wir kannten alle Konzeptionen, die Oberaden spielt, aber auch wir haben sie nicht daran hindern können", klagte Mühlbrandt. Ein Grund dafür: Katsigiannis führte glänzend Regie, zog das Spiel seiner Mannschaft mit schnellen Pässen in die Breite und sorgte so dafür, dass sie von allen Positionen torgefährlich war. SuS Oberaden: Klepping, Makus (3) - Lauber (4), Hajduk (2), Noe, herold (5/1), Katsigiannis (4), P. Stennei (3), Roth (1), Braach (1), B. Stennei (5), Holtmann (1), Rossfeldt (4), Wagner (4). TSG Harsewinkel: Schröder, Dähne - S. Bröskamp (3), Öttking (5/5), Krspogacin (9), Braun, Dreiszis (1), Kalter, Schmeckthal (2), St. Claire, F. Bröskamp (2), Pelkmann (2), Schüpping (2), Kreismann (2).

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