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Leistungsträgerin: Radghdah Omar (l.) war für die Futsal-Freunde die erfolgreichste Torschützin. - © Henrik Martinschledde
Leistungsträgerin: Radghdah Omar (l.) war für die Futsal-Freunde die erfolgreichste Torschützin. | © Henrik Martinschledde

Gütersloh Teamgeist bringt Güterslohs Futsal-Frauen Überraschungstitel "dahoam"

Beim Pokalturnier des westdeutschen Fußballverbands sichern sich die Gastgeberinnen glatt Platz 1. Die junge Truppe lässt reihenweise Arrivierte hinter sich. "Der absolute Hammer", sagt Vereinschef Wittwer. Eine Knieverletzung überschattet aber das Halbfinale

Dennis Rother
11.06.2018 | Stand 10.06.2018, 20:12 Uhr

Gütersloh. Die Futsal-Freunde Gütersloh haben für einen kleinen Paukenschlag gesorgt. Beim Pokalturnier des Westdeutschen Fußballverbands, dem ersten hiesigen Futsalwettbewerb für Frauen, holten sich die Gastgeberinnen glatt den Titel. Davon hatten sie zwar geträumt, aber rechnen konnte damit keiner, denn die Konkurrenz galt als übermächtig. Die Trophäe brachten die Siegerinnen nach einem 2:1-Endspielerfolg gegen Futsalicious Essen ins Krankenhaus, um sie dort Teamkollegin Dilara Yilkin zu präsentieren und gemeinsam zu feiern. Yilkin hatte sich im Halbfinale eine Knieverletzung zugezogen. In zwei Gruppen traten am Sonntag neun Mannschaften in der Sporthalle des Reinhard-Mohn-Kollegs gegeneinander an. Zwei davon stellten die Futsal-Freunde. Schließlich gab?s Platzierungsspiele und das Finale. "Richtige Hochkaräter sind dabei", sagte Jürgen Wittwer, der 1. Vorsitzende der Futsal-Freunde. "Der UFC Münster etwa ist deutscher Vizemeister aller Universitätsclubs. Da spielen Regionalligafußballerinnen." Beeindrucken ließen sich die forschen Gütersloherinnen von den Arrivierten aber nicht. Während es zwar für Team 1 der Futsal-Freunde in einer bärenstarken Gruppe nicht rund lief, brachte ein Spitzenauftakt das Team 2 ins Rollen: Union Bielefeld wurde 3:0 geschlagen. Raghdah Omar, demnächst in der B-Jugend des FSV Gütersloh am Ball (die NW berichtete), avancierte zur Matchwinnerin. Sie machte zwei Tore selbst und bereitete einen Treffer von Ebru Adimli vor. "Unser Ziel ist mindestens das Halbfinale", sagte die 16-Jährige nach der ersten Standortbestimmung. Der Blitzstart imponierte auch Trainer Eduard Ljevo. Er befürchtete, dass seine Schützlinge überdrehen. "Hauptsache sie bleiben konzentriert. Zu oft sehen sie im Angriff freie Mitspielerinnen nicht." Luisa Petermann (17) fand, dass es statt nur aufs fußballerische Können wohl letztlich "auf Kondition, Einstellung und vor allem Teamgeist ankommt. Und da sind wir super." Sie hatte Recht. Ein 0:5 im zweiten Spiel schüttelte die Mannschaft ab. Es folgte ein 3:2 im letzten Gruppenspiel und ein 4:3 nach Sechsmeterschießen im Halbfinale. Und nach dem Finale, bei dem erneut Raghdah Omar doppelt traf, gab?s kein Halten mehr. Auch nicht bei Futsal-Chef Wittwer. "Der absolute Hammer. Ich bin völlig leer."

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