Das neue Personal: Richard Sundberg, Jannik Wortmann, Trainer Stephan Just, Mario Bergen und Maximilian Schüttemeyer (v.l.) gehen ihre neue Aufgabe mit dem festen Willen zum Aufstieg mit der TSG A-H Bielefeld an. - © Barbara Franke
Das neue Personal: Richard Sundberg, Jannik Wortmann, Trainer Stephan Just, Mario Bergen und Maximilian Schüttemeyer (v.l.) gehen ihre neue Aufgabe mit dem festen Willen zum Aufstieg mit der TSG A-H Bielefeld an. | © Barbara Franke

Bielefeld Nächster Angriff der TSG auf die 3. Liga

Handball-Oberliga: Mit fünf neuen Spielern und einem neuen Coach startet die jetzt schon als haushoher Favorit gehandelte TSG A-H Bielefeld in die Vorbereitung. Klares Ziel ist der Aufstieg

Gregor Winkler

Bielefeld. Der lästige Rivale ist nicht mehr dabei. Nach dem Aufstieg des TuS Spenge rückt die TSG A-H Bielefeld sicher noch ein kleines Stück stärker in den Spot, der in der kommenden Oberliga-Saison auf den großen Favoriten gerichtet ist. Ob das noch einmal verstärkte Bielefelder Team im Rampenlicht besteht, darüber entscheidet auch die Vorbereitung. Die begann am gestrigen Montag mit der Vorstellung der Zugänge und der ersten Einheit unter dem neuen Coach Stephan Just. Meister wollen und müssen sie werden. Aufgestiegen sind die Bielefelder dann aber noch nicht, denn die zwölf Oberliga-Spitzenreiter spielen in einer Relegation die späteren Aufsteiger aus. Maximal zehn der zwölf Klassensieger haben so die Chance auf eine Versetzung. Der Meister aus Westfalen muss gegen den Primus der Oberliga Nordsee antreten. Hier gilt der OHV Aurich als großer Favorit. »Jeder Spieler hat täglich die Chance, sich anzubieten« Doch die Play-Offs sind Zukunftsmusik. Zuerst muss der neue Coach aus dem Kader mit fünf Zugängen ein Team formen: "Ich hab noch mit keinem der Spieler gearbeitet. Es geht also bei Null los. Jeder hat so täglich die Chance, sich anzubieten", sagt Just, der bereits am ersten Tag auf Expertise von Außen setzte: Er brachte mit Zustimmung beider Klubs den Athletiktrainer des ASV Hamm, Thomas Isdepski, mit. "Er arbeitet auf seinem Gebiet detaillierter und professioneller", so Just, der keine Scheu davor hat, auf derartige Hilfe zu setzen. Zwei Wochen lang wird der Coach an der Athletik feilen. "Da werde ich aber auch mal den größeren Ball ins Spiel bringen - also nicht den Medizinball, sondern den Fußball", erklärt er scherzend. Nach zwei Wochen "aktiver Pause", in denen die Spieler selbstständig Pläne abarbeiten werden, geht es ab dem 30. Juli mit Volldampf in Richtung Saisonstart. Die TSG ist großer Favorit. "Das Ziel ist der Aufstieg. Dafür bin ich gekommen, und das werden wir mit vollem Enthusiasmus angehen", formuliert Just kämpferisch. Über die Stärke der restlichen Liga kann momentan nur spekuliert werden. "Wir fahren ohnehin am besten, wenn wir uns mit solchen Nebengeräuschen gar nicht beschäftigen. Wir wollen den anderen ja unser Spiel aufzwingen", so der neue Coach. »Der erste Eindruck hier ist sehr professionell« Mit fünf Neuzugängen steht Just hohe Qualität zur Verfügung. Richard Sundberg kommt als aktueller finnischer Nationalspieler: "Der erste Eindruck hier ist sehr professionell", sagt der. Für 2,03-Meter-Mann Max Schüttemeyer war der Montag vollgepackt: "Ich bin in die neue Wohnung gezogen und habe den ersten Tag in Bielefeld gearbeitet", beschreibt er. Der Spielplan bringt gleich zu Beginn ein interessantes Duell mit sich. Am 9. September startet die TSG mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger Harsewinkel in die Saison. Dort hütet mit Johnny Dähne ein langjähriger TSG-Keeper das Tor. In Gladbeck muss die Mannschaft von Just dann erstmals in der Fremde bestehen. Das Bielefelder Derby gegen den unter anderem mit drei Spenger Meistermachern (Kopschek, Reinsch und Clausing) verstärkten TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck findet am vierten Spieltag (28. September) in Jöllenbeck statt.

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