Schluss nach 6,5 Jahren: Walter Schubert ist nicht mehr Trainer des Oberligisten TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck. - © Christian Weische
Schluss nach 6,5 Jahren: Walter Schubert ist nicht mehr Trainer des Oberligisten TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck. | © Christian Weische

Bielefeld TuS 97 trennt sich von Trainer Walter Schubert

Handball: Husemann soll den Oberligisten zum Klassenerhalt führen

Peter Burkamp
Arne Schütforth

Bielefeld. Die Verantwortlichen des TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck haben die Reißleine gezogen. Walter Schubert ist nicht mehr Trainer der Oberligamannschaft, dies teilte der sportliche Leiter Thorsten Lehmeier mit. Nach vielen Gesprächen sei man zu dem Schluss gekommen, "einen neuen Reizpunkt setzen zu müssen, da sonst unser Ziel Klassenerhalt in Gefahr geraten wäre", sagte Lehmeier. Neuer Trainer ist ab sofort Sven Eric Husemann. Der hatte bislang die Reserve betreut. Für die Verbandsligamannschaft wird noch nach einem Nachfolger gesucht. "Wir werfen Walter nichts vor. Er hat die Mannschaft immer gut eingestellt und einen Draht zu den Spielern gehabt", berichtete Lehmeier. Der frühere Torwart des TuS 97 und aktuelle sportliche Leiter dankte Schubert für sechseinhalb Jahre als Trainer des TuS 97 und bezeichnete die Trennung als "einvernehmlich". Letztlich habe der Blick auf die Tabelle die Jöllenbecker Verantwortlichen zu einer Reaktion gezwungen. "Wir mussten etwas ändern und wollen mit dem Trainerwechsel einen neuen Impuls setzen", sagte Lehmeier. Nach Minuspunkten ist der TuS 97 Tabellenvorletzter in der Oberliga. "Wir befinden uns fünf Punkte hinter unserem Soll", hatte Lehmeier die bisherige Punkteausbeute gerade erst kommentiert. Am Montag hatte sich die Führungsspitze des TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck zu einem Krisengespräch getroffen. Drei Tage später ist nun die Trennung von Walter Schubert beschlossene Sache. Der Ex-Trainer sagte, dass "man schon länger damit rechnen musste. Das ist in dem Geschäft normal." Zehn Spiele ohne Sieg seien sicherlich das eine oder andere Spiel zu viel gewesen. Schubert gab zu bedenken, dass der Kader in den vergangenen Jahren eher ergänzt, denn verstärkt worden sei. Gleichwohl habe er sich zugetraut, mit der Mannschaft den Klassenerhalt zu schaffen.

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