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Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte

Voltigieren: Junior-Team aus Brakel holt die Silbermedaille bei der Europameisterschaft

06.08.2014 | Stand 06.08.2014, 09:58 Uhr
Janine Michels (unten), Delia Stecker (Mitte) und Angela Behler (oben) zeigten atemberaubende Turnübungen auf dem Pferd Dachico.
Janine Michels (unten), Delia Stecker (Mitte) und Angela Behler (oben) zeigten atemberaubende Turnübungen auf dem Pferd Dachico.

Brakel (nw/um). Als das Junior-Voltigierteam des RV Nethegau Brakel beim Preis der Nationen in Warendorf gewann, war der Jubel schon riesig - der wurde noch einmal getoppt als die Bundestrainerin das Brakeler Team für die Jugend-Europameisterschaft im ungarischen Kaposvar nominierte. Und dort setzten die Brakelerinnen noch einen drauf: völlig überraschend holte der RV Nethegau die Silbermedaille für Deutschland.

"Damit haben wir wirklich nicht gerechnet. Das kam total unerwartet - wie auch schon die Nominierung. Wir haben uns gefreut, dass wir überhaupt dabei sind", berichtet stolz Silbermedaillengewinnerin Angela Behler. Die 15-jährige Brakelerin, die seit sechs Jahren voltigiert, feierte den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte mit ihren Teamkolleginnen Josephin Böhner, Carla Vogt, Alica Kneuertz, Delia Stecker, Katrin Schuchhardt und Janine Michels sowie mit Trainerin Anna Brinkmann. Auch das Brakeler Pferd Dachico bekam viel Lob. Im vergangenen Jahr war das Brakeler Team Fünfter bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften und nun Silber bei einer EM - ein kleines Sommermärchen. Und es hätte mit etwas mehr Glück bei den Wertungen auch Gold sein können.

Das Team-Finale war spannend hoch drei. Österreich führte, Deutschland lag knapp dahinter. Die Österreicherinnen legten vor und blieben nicht fehlerfrei. Da keimte Hoffnung bei den deutschen Fans auf, denn das Juniorteam Brakel lag nach Pflicht und der ersten Kür nur knapp hinter den Österreichern. Als letztes Team trat Brakel um Longenführerin Anna Brinkmann mit Dachico an. Die vierminütige Kürdarbietung, thematisch aufgearbeitet unter dem Motto des Kinohits "Die Tribute von Panem", war nahezu fehlerfrei. Doch Brakel blieb in der finalen Kür mit 7,93 Punkten knapp hinter dem österreichischen Club 43 (8,011) - und auch im Gesamtergebnis. Deutschlands Endnote lautete 7,622, Österreich kam auf 7,727. Italien holte Bronze (7,348). "Wir hatten in der ersten Kür am Samstag ein paar Wackler, sonst lief aber alles super bei uns, auch im Finale. Unsere Trainerin war stolz auf uns", erklärte Angela Behler. Die zwischen 13 und 18-jährigen Brakelerinnen ärgerten sich aber nicht über den verpassten EM-Titel, viel mehr freuten sie sich über den Gewinn der Silbermedaille.

Dafür gab es auch ein besonderes Lob von der Bundestrainerin Ulla Ramge. "Brakel hat sich im Laufe der Saison extrem steigern können. Es gab in diesem Jahr vier Nationen auf sehr hohem Leistungsniveau, die Chancen auf Gold hatten. Silber ist ein Erfolg für uns. Zumal das Team zwei sehr gute Küren gezeigt hat und in den Monaten vor dem Championat bienenfleißig gearbeitet hat", gab sie zu Protokoll und resümierte zufrieden: "Wir haben mit der Entscheidung, Brakel zu nominieren, das absolut richtige Signal gesetzt. Das Team hat bewiesen, dass mit viel Fleiß im Training auch große Ziele erreicht werden können."

Das nächste Ziel der Brakeler Voltigier-Mannschaft ist die Deutsche Meisterschaft, die vom 19. bis 21. September in Münchehofe stattfinden wird.

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