400 Fans demonstrieren für Arminia-Trainer Krämer

Solidaritätsbekundung beim Samstagstraining

400 Fans demonstrieren für Arminia-Coach Krämer - © Arminia
400 Fans demonstrieren für Arminia-Coach Krämer | © Arminia

Bielefeld (pep/red). So viele Trainingsgäste hat es bei Arminia Bielefeld seit der Rückkehr von Ernst Middendorp im März 2007 nicht mehr an der Friedrich-Hagemann-Straße gegeben. Der aktuelle DSC-Trainer mobilisierte am Samstag mehr als 400 Fans. Mit "Stefan Krämer"-Rufen, Plakaten und viel Beifall stärkten die Anhänger dem Coach und seiner Mannschaft den Rücken vor dem Auswärtsspiel am Montag beim Frankfurt.

Nach dem Warmmachen begrüßten Trainer und Spieler die Fans. Sie liefen am meterlangen Spalier vorbei und klatschten sich mit den Unterstützern ab. Anhänger aller Altersgruppen - und wie die Kennzeichen aus Minden, Lippe, Gütersloh, Herford, Paderborn und natürlich Bielefeld zeigten – aus ganz OWL beteiligten sich an der Aktion "Pro Krämer". Zwei waren sogar mit Krämer-Perücke aufgelaufen, andere suchten scherzhaft nach Block drei.

Eine spezielle Einladung erhielt eine Gruppe von Stamm-Kiebitzen. Sie verweilten bei einem Kaffee mit Sportchef Samir Arabi im Versammlungsraum des Trainingsgeländes. Arminias Präsident Hans-Jürgen Laufer und Vorstandsmitglied Bernard Kiezewski sowie der DSC-Fanbeauftragte Christian Venghaus zeigten sich beeindruckt von der großen Zahl an Unterstützern.

DSC-Trainer Stefan Krämer bedankte sich gemeinsam mit der Mannschaft bei den Fans. - © FOTO: ANDREAS ZOBE
DSC-Trainer Stefan Krämer bedankte sich gemeinsam mit der Mannschaft bei den Fans. | © FOTO: ANDREAS ZOBE

"Ich denke, das ist auch ein Signal an die Mannschaft", sagte Laufer. In diesem Sinn versteht auch der Adressat, Stefan Krämer, die Aktion. "Das ist schon eine beeindruckende Sache und eine tolle Unterstützung für die ganze Mannschaft. Unsere Fans haben ein feines Gespür dafür, dass wir uns alle für den Erfolg des Klubs einsetzen, und das honorieren sie."

Krämer war in der vergangenen Drittligasaison mit den Ostwestfalen in die Zweite Bundesliga aufgestiegen, hatte mit dem Team einen starken Saisonstart hingelegt, wartet nun aber seit sieben Spielen auf einen Erfolg.

In Interviews hatte der Coach in der vergangenen Woche gesagt, dass er es verstehen könnte, wenn ihn die Klubführung nach einer möglichen Niederlage in Frankfurt von seinen Aufgaben entbünde.

Während Krämer am Samstagmorgen gefeiert wurde, musste der Trainer eines Liga-Rivalen seine Sachen packen. Fortuna Düsseldorf gab am Vormittag die Trennung von Mike Büskens bekannt. Dazu habe sich der Vorstand nach einem Gespräch am Vormittag entschieden, teilte der Club auf seiner Webseite mit. Düsseldorf reagierte damit auf die sportliche Talfahrt mit vier Niederlagen in den vergangen fünf Spielen.

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