Arminia trennt sich von Schnitzmeier

Weber und Helmer rufen Neuanfang aus

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Schnitzmeier - © ARMINIA
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Schnitzmeier | © ARMINIA

Bielefeld (nw). Fußball-Drittligist DSC Arminia Bielefeld hat sich nach der Bordell-Affäre seines Finanz-Geschäftsführers von Ralf Schnitzmeier getrennt.

"Wir haben uns einvernehmlich zu der Trennung entschlossen. Ich bedauere diesen privaten Vorfall sehr. Ich habe das intern hinreichend kommentiert. Mehr kann ich dazu nicht sagen", erklärte Schnitzmeier am Dienstag. "Der Lizenzbereich ist durchgehend reformiert worden und zukunftsorientiert aufgestellt. Ich wünsche Arminia, meinen ehemaligen Mitarbeitern und dem Team eine erfolgreiche und vor allem ruhigere Zeit."

Auch von Arminias Seite hieß es, dass man sich im gegenseitigen Einvernehmen getrennt habe. Der Klub dankt Schnitzmeier in einer Pressemitteilung am Nachmittag ausdrücklich "für die geleistete Arbeit insbesondere im Hinblick auf die erreichte Zulassung zur 3. Liga sowie die begonnene Konsolidierung des Clubs." Die Bordell-Affäre sei zwar Schnitzmeiers Privatangelegenheit, wäre aber für Arminia zu einer Belastung geworden, hatte es zuvor bereits geheißen. Der Aufhebungsvertrag sei mit überschaubaren Kosten für den DSC verbunden. Das Trennungs-Gespräch fand am Montagabend statt.

Arminias Finanz-Geschäftsführer Ralf Schnitzmeier. - © FOTO: DPA
Arminias Finanz-Geschäftsführer Ralf Schnitzmeier. | © FOTO: DPA

Arminia zieht damit die Konsequenzen aus dem gegen Schnitzmeier erlassenen Strafbefehl in Höhe von 60 Tagessätzen wegen Körperverletzung, Betrugs und Beleidigung nach einem Handgemenge in einem Augsburger Bordell im Dezember 2010.

Gespräche am Mittwoch

So stehen die Zeichen bei Arminia wieder einmal auf Neuanfang, der maßgeblich aus dem Hause Weber und von Aufsichtsratsmitglied Thomas Helmer begleitet wird. "Uns liegt OWL am Herzen, uns liegt Bielefeld am Herzen. Wir sind nun einmal Ostwestfalen, denen Arminia am Herzen liegt und die wollen, dass die Fans wieder hinter Arminia stehen", erklärte Gerhard Weber.

Neue Zielrichtung soll werden, dass Arminia aus einer Hand geführt werden kann und Vertrauen zurückgewonnen wird. Bereits am Mittwoch soll es Gespräche mit einem Präsidentschafts-Kandidaten geben. Weber (70) selbst will sich nicht zur Verfügung stellen. Zeitnah soll auch die Schnitzmeier-Nachfolge geklärt werden.

Europameister Helmer sieht die Blauen in einer ernsten Situation, in der man sich am wenigsten über die Treue der Fans beklagen könne. "Aber auch deren Leidensfähigkeit ist begrenzt. Deshalb brauchen wir einen Neuanfang. Der Verein muss in eine anständige Zukunft geführt werden", so der gebürtige Herforder am Dienstag bei einem Pressegespräch, zu dem er aus München eingeflogen war.

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