August Oetker fordert Neuanfang bei Arminia

Unterstützung von Unternehmern aus Ostwestfalen

Unternehmer fordern

Neuanfang bei Arminia - © ARMINIA 2
Unternehmer fordern
Neuanfang bei Arminia | © ARMINIA 2

Bielefeld (dpa/jov). Der Bielefelder Unternehmer August Oetker hat sich für einen Neuanfang beim Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld ausgesprochen. Es reiche nicht aus, dass Präsident Hans-Hermann Schwick und Schatzmeister Roland Kentsch von ihren Vorstandsämtern zurücktreten, aber weiter Chef des Aufsichtsrates bzw. hauptamtlicher Finanzgeschäftsführer der Arminia Bielefeld GmbH & Co. KGaA bleiben wollen.

Die Marke Arminia werde schlecht geführt. Die Berichterstattung in den Medien sei von der Zerstrittenheit des Vorstands überschattet. Oetker sorgt sich wegen der Arminia-Krise sogar um den Ruf der Stadt und der ganzen Region Ostwestfalen-Lippe. An dieser Stelle sei er auch als Unternehmer betroffen.

Manager und andere Fachkräfte wählten den Arbeitgeber heute auch nach der Attraktivität des Standortes aus: "Da spielt neben Kultur und Landschaft der Sport eine wichtige Rolle." Oetker würde es begrüßen, wenn sich auch andere Unternehmer der Region bei Arminia stärker einmischten und einen Neuanfang unterstützten.

Förderung des Jugendfußballs möglich

Der im Sportsponsoring sonst sehr zurückhaltende Unternehmer deutete an, dass er bei der Förderung des Jugendfußballs eine Ausnahme machen könnte. "Aber da muss sich der Verein vorher erst ganz neu aufstellen", sagte Oetker.

Oetker fordert Neuanfang bei Arminia - © ARMINIA 2
Oetker fordert Neuanfang bei Arminia | © ARMINIA 2

Der Abstieg des Traditionsvereins habe auch ihm wehgetan. "Doch vielmehr schmerzt mich, wie unprofessionell das Management den Verein geführt und wie zerrissen es auf den Abstieg reagiert hat", kritisierte der 65 Jahre alte Chef des international tätigen Lebensmittelkonzerns.

Dem bisher einzigen bekannten Kandidaten für Schwicks Nachfolge als Präsident, dem Unternehmensberater Klaus Daudel, traut Oetker eine Kurskorrektur zu: "Aber nur, wenn die alten Seilschaften bei der Arminia aufgelöst werden."

Unternehmer der Region stellen sich hinter Oetker

Unterdessen haben auch andere Unternehmer aus Ostwestfalen sich zu Wort gemeldet und die Forderung Oetkers nach einem Neuanfang beim DSC unterstützt. Schüco-Chef Dirk U. Hindrichs (53) forderte im Interview mit Radio Bielefeld einen klaren Schnitt: "Es müssen grundlegend andere Strukturen her, und das ist schlecht möglich mit denen, die die Vergangenheit zu verantworten haben." Besonders die fehlende Kontinuität bei den Entscheidungsträgern macht dem Unternehmer Sorgen. "Die Frequenz der Entscheidungen mit denen Personen ernannt worden und dann wieder entlassen worden sind, kann man nicht nachvollziehen."

August Oetker spricht sich für einen neuanfang bei Arminia Bielefeld aus, um Schaden für die Region abzuwenden. - © ARCHIVFOTO: WOLFGANG RUDOLF
August Oetker spricht sich für einen neuanfang bei Arminia Bielefeld aus, um Schaden für die Region abzuwenden. | © ARCHIVFOTO: WOLFGANG RUDOLF

Sollte der Neuanfang bei Arminia kommen, könnten mit neuen Führungspersonen auch neue Sponsoren gewonnen werden, hofft Gerhard Weber. Der Gerry Weber-Chef versicherte, mehrere namenhafte Unternehmen der Region hätten im Falle eines Neuanfangs ihre Unterstützung zugesagt.

Copyright © Neue Westfälische 2018
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group