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Gegen den Ex-Klub: Im Hinspiel (1:3) trafen Stephan Salger und FC-Stürmer Simon Terodde (l.) schon aufeinander. Foto: Weische - © Christian Weische
Gegen den Ex-Klub: Im Hinspiel (1:3) trafen Stephan Salger und FC-Stürmer Simon Terodde (l.) schon aufeinander. Foto: Weische | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Arminias Salger trifft gegen Köln auf gute Bekannte

Bielefelds Innenverteidiger kehrt am Samstag zu seinem Stammverein 1. FC Köln zurück

Peter Burkamp
05.03.2019 | Stand 06.03.2019, 08:07 Uhr

Bielefeld. Mit Torjäger Simon Terodde ist er befreundet, Torwart Timo Horn kennt er noch aus der gemeinsamen Zeit im Geißbockheim und dem Nachwuchsleistungszentrum. Für Stephan Salger bedeutet das Auswärtsspiel beim 1. FC Köln am Samstag eine Reise in die Vergangenheit, der er gespannt entgegenblickt. „Ich habe schon ein, zwei Karten besorgen müssen. Meine Familie ist da, meine Freundin und einige Freunde werden dabei sein", erzählt Salger. Wegen der privaten Beziehungen sei er relativ oft in der Domstadt. In Düren geboren, wechselte er als 12-Jähriger in die Jugend des FC, wurde Deutscher A-Jugendmeister und blieb insgesamt neun Jahre. In der Spielzeit 2011/12 brachte er es sogar auf fünf Erstligaeinsätze. Mittlerweile ist Salger im siebten Jahr in Bielefeld und damit einer der dienstältesten Arminen. Noch in dieser Saison könnte er die Marke von 200 Pflichtspielen für den DSC knacken. "Es gab bisher noch keine Gespräche" Angesichts von aktuell 19 Einsätzen in 24 Ligaspielen, darunter eine Serie von neun Partien in Folge in der Startelf, sollte man meinen, Salger verfüge über eine starke Position innerhalb des Klubs. Doch die Zukunft des DSC-Profis ist unsicher. „Es gab bisher noch keine Gespräche. Ich weiß gar nichts", sagt Salger, dessen vergangene Saison erst relativ spät um ein Jahr verlängerter Vertrag zum 30. Juni ausläuft. Salger beklagt sich nicht. „Ich denke, dass der neue Trainer sich erst ein Bild machen musste, vielleicht klärt sich die Situation bald." Die Verantwortlichen halten sich sehr bedeckt, was die Planungen in der Innenverteidigung angehen. Auch Julian Börners Vertrag läuft am Saisonende aus. Die Aussicht, sich gegebenenfalls bald arbeitslos melden zu müssen, findet Salger „nicht angenehm". Er sieht sich aber grundsätzlich konkurrenzfähig im Profifußball. „Ich habe eine ganz ordentliche Vita, bin extrem hoch belastbar und in einem vernünftigen Alter", betont der 29-Jährige, der 2017 am Bielefelder Abendgymnasium sein Abitur nachholte. Eine weitere Zukunft in Bielefeld hat Salger noch nicht abgehakt. Rückblickend habe er immer seine Einsatzzeiten bekommen. Und Uwe Neuhaus betonte erst vor Kurzem, dass er „sich hundertprozentig" auf Salger verlassen könne. „Ich werde mich im Training anbieten und muss da sein, wenn ich gebraucht werde", beschreibt Salger seine Lage und verweist darauf, dass er – wie zuletzt – auch im defensiven Mittelfeld einsetzbar sei. „Durch unsere Art zu spielen und unser sehr aggressives Zweikampfverhalten können wir Köln vor größere Probleme stellen", glaubt Salger. Ob er dabei aktiv mithelfen darf, entscheidet der Trainer.

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