Arminia Voglsammer brachte den DSC nach der Pause mit 1:0 in Führung. - © picture alliance/dpa
Arminia Voglsammer brachte den DSC nach der Pause mit 1:0 in Führung. | © picture alliance/dpa

Arminia In der 90. Minute: Düker verhindert Arminias Befreiungsschlag

Arminen zeigen eine enorme Leistungssteigerung und kassieren kurz vor dem Abpfiff das 2:2 / Klos und Voglsammer treffen

Patrick Albrecht
30.11.2018 | Stand 30.11.2018, 22:07 Uhr |

Paderborn/Bielefeld. So nah dran, und doch hat es wieder nicht geklappt: Arminia Bielefeld zeigte im Nachbarschaftsduell beim SC Paderborn eine ansprechende Leistung und ging zweimal in Führung. Trotzdem reichte es auch im achten Anlauf nicht für einen Dreier, da Paderborns Düker in der 90. Minute für den Ausgleich sorgte. Mit 14 Punkten bleibt die Saibene-Elf somit auf dem 14. Platz hängen. Im Vergleich zur 0:1-Niederlage gegen den MSV Duisburg veränderte DSC-Trainer Jeff Saibene seine Startelf auf zwei Positionen: Kapitän Julian Börner und Cedric Brunner mussten für Max Christiansen und Andreas Voglsammer weichen. Julian Börner stand krankheitsbedingt gar nicht erst im Kader, ebenso wie Stephan Salger (sportliche Gründe). Mit Manuel Prietl in der Innenverteidigung kehrte Saibene zurück zum 4-4-2-System. Die Saibene-Elf zeigte sich von Beginn an im Derby-Modus und präsentierte sich couragierter als in den Wochen zuvor. Die Arminen schlugen hohes Tempo an, pressten früh in der gegnerischen Hälfte und ließen Paderborn in den ersten 20 Minuten überhaupt nicht ins Spiel kommen. Christiansen (3.), Hartherz (8.), Schütz (9.), Voglsammer (10., 17.) und Staude (18.) brachten zahlreiche Abschlüsse in Richtung SCP-Tor, auch wenn keiner davon für zwingende Gefahr sorgte. Die Arminen gewannen 60 Prozent ihrer Zweikämpfe und ließen den Gastgebern keinen Raum für ihr gefürchtetes Offensivspiel. Klos auf Voglsammer - Traumstart in Halbzeit Zwei Die Paderborner fanden mit fortschreitender Spieldauer besser ins Spiel, hatten nach einer starken Anfangsphase der Arminen nun mehr von der Partie. Dennoch stand die DSC-Defensive gut, mehr als ein Linksschuss des agilen Antwi-Adjej (15.) und eine missglückte Direktabnahme von Michel  (41.) sollte die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart nicht zustande bringen. Der zweite Durchgang wurde mit einem Traumstart eingeläutet: Klos brachte den Ball von links in den Sechzehner auf Voglsammer. Dieser nahm den Ball geschickt an und beförderte ihn aus 15 Metern trocken links unten ins Netz - 1:0! (46.). Nachdem Klos aus aussichtsreicher Position wenige Augenblicke später nur das Außennetz traf (48.), sollte Paderborns Schonlau für den schnellen Ausgleich sorgen: Nach einem Freistoß von Klement aus dem rechten Halbfeld stieg der Innenverteidiger am höchsten und verlängerte den Ball mit dem Hinterkopf ins lange Eck. DSC-Keeper Ortega streckte sich zwar, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern (51.). Kurz darauf hätte SCP-Rechtsverteidiger Dräger das Spiel sogar komplett drehen müssen, zielte frei vor Ortega nach Vorarbeit von Tekpetey aber wenige Zentimeter zu weit links (56.). Dennoch blieben die Arminen auf Augenhöhe und belohnten sich nach 64 Minuten für ihren couragierten Auftritt mit der erneuten Führung: Nach einem Schütz-Freistoß von der Außenlinie prallte der Ball vom orientierungslosen Schonlau Arminias Klos vor die Füße, der die Kugel aus fünf Metern ins linke Eck setzte. Drei Minuten fehlen zum Befreiungsschlag - Düker stochert den Ball über die Linie Der DSC zog sich fortan etwas weiter zurück, störte den gegnerischen Spielaufbau meist auf Höhe der Mittellinie und verteidigte die Führung relativ souverän. Paderborn fehlte der Offensivgeist der letzten Wochen. Hünemeier (64.), Tekpetey (68.) und Vasiliadis (72.) sorgten zwar für Abschlüsse, von denen aber keine für große Gefahr ausging. Saibene drehte an der Uhr und brachte Owusu und Brandy für die beiden Torschützen Klos und Voglsammer. Der SCP tat sich schwer, die Arminen schienen die Führung trotz enormem Druck des Gegners über die Zeit zu bringen. In der 90. Minute dann doch noch der Ausgleich: Nach einem langen Ball in den Strafraum legte Düker per Kopf auf Ritter quer, der frei vor Ortega zunächst scheiterte. Der Abpraller landete jedoch bei Düker, der die Kugel aus kurzer Distanz über die Linie schob. Hartherz versuchte auf der Linie noch zu klären. So müssen die Arminen nach ordentlicher Leistung und zweifacher Führung mit einem 2:2 im Nachbarschaftsduell beim SC Paderborn leben. Nach Abpfiff honorierten die mitgereisten Bielefelder Anhänger die Leistung ihrer Mannschaft und forderten sogar DSC-Trainer Jeff Saibene auf, zur Kurve zu kommen. Nächste Woche Sonntag geht es mit einem Heimspiel gegen den SV Sandhausen weiter. Das Spiel in der Ticker-Nachlese:

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