Cedric Brunner verletzte sich im Spiel gegen Dynamo Dresden. - © Christian Weische
Cedric Brunner verletzte sich im Spiel gegen Dynamo Dresden. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Meniskusriss: Cedric Brunners Ausfall stellt DSC vor Problem

Rechtsverteidiger fällt wegen eines Meniskusrisses mehrere Wochen aus. Verantwortliche denken über Nachverpflichtung und interne Lösungen nach.

Peter Burkamp

Bielefeld. Jeff Saibene hatte es schon unmittelbar nach dem Spiel gegen Dresden befürchtet. Nun ist es klar: Verteidiger Cedric Brunner hat sich schwerer verletzt. Nach eingehender Untersuchungen am Montag wurde ein Meniskusriss festgestellt. Wie lange der Rechtsverteidiger ausfällt und ob er operiert werden soll, ist noch nicht final entschieden worden. Selbst bei einer konservativen Behandlung dürfte Brunner mehrere Wochen fehlen und einige Spiele verpassen. Deshalb sondieren die DSC-Verantwortlichen auch den Markt nach Ersatz für den Neuzugang aus der Schweiz. "Überlegungen gehen in alle Richtungen" „Wir werden die Situation in aller Ruhe intern besprechen. Unsere Überlegungen gehen in alle Richtungen. Wie wir uns entscheiden, hängt auch davon ab, wie Brunner behandelt wird und wie lange er ausfällt", sagte Sport-Geschäftsführer Samir Arabi. Brunner hatte in der 62. Spielminute um seine Auswechslung gebeten. „Es ist offenbar ohne gegnerische Einwirkung passiert. Cedric klagte über immer stärker werdende Beschwerden während des Spiels", sagte Jeff Saibene. Der DSC-Trainer brachte Patrick Weihrauch als rechten Verteidiger in die Partie. Can Özkan, das Eigengewächs aus der Jugend, soll in dieser Saison als Backup für die Position des rechten Verteidigers aufgebaut werden. Der 18-Jährige hatte gegen Ende der vergangenen Saison schon einige Einsätze in der 2. Liga auf dieser Position. Ihm fehlt allerdings noch die Erfahrung, um als Nummer eins in die Serie zu gehen. Aus diesem Grund entschieden sich die Arminen, Cedric Brunner vom FC Zürich zu holen. Weihrauch und Schütz als vielseitige Profis Özkan war am Samstag nicht im Kader. Eine nachvollziehbare Entscheidung von Jeff Saibene, der angesichts der großen Konkurrenz im Kader sehr genau überlegen muss, wen er für den jeweiligen Spieltag nominiert. In Patrick Weihrauch und Tom Schütz hatte der DSC-Trainer zwei vielseitige Profis auf der Bank, die beide auch rechter Verteidiger spielen können. Weihrauch hatte in der vergangenen Saison häufiger diese Rolle übernommen, besonders dann, wenn eine offensivere Interpretation gefordert war. Auch wenn er kein klassisch ausgebildeter Rechtsverteidiger ist, könnte er übergangsweise diese Position auch für längere Zeit übernehmen. Mit dieser Lösung würden die nach wie vor finanziell nicht auf Rosen gebetteten Arminen Geld sparen. Ein weiterer Neuzugang war nicht geplant Ein weiterer Neuzugang war nicht eingeplant, bevor Sport-Geschäftsführer Samir Arabi und Trainer Jeff Saibene die Hiobsbotschaft von Brunners längerfristigem Ausfall erreichte. Die Arminen wollten erst über Neuzugänge nachdenken, wenn sie sich noch von einem Spieler getrennt hätten. Christopher Nöthe und Sören Brandy galten zuletzt als die einzigen Kandidaten. „Ich rechne nicht damit, dass Nöthe in dieser Transferperiode wechselt", hatte Arabi nach dem Dresden-Spiel gesagt. Bei Brandy sieht es ähnlich aus. Bliebe ein Ausleihgeschäft mit Leandro Putaro. Das könnte noch Realität werden. „Letztlich muss man immer schauen, was für den Spieler das Beste ist", sagte Jeff Saibene zu dem Thema. Samir Arabi sieht Putaro als Investition in die Zukunft. Als junger Spieler brauche man Praxis. Die ist aktuell nicht garantiert. Putaro habe zwar die Rolle als Backup für Florian Hartherz als linker Verteidiger angenommen, lieber spiele er aber im Sturm, so Saibene.

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