Gerrit Meinke - © Christian Weische (Archivfoto)
Gerrit Meinke | © Christian Weische (Archivfoto)

Arminia Arminia kürzt Mittel für Zweitligateam

Geschäftsführer Meinke ist trotzdem überzeugt davon, dass eine wettbewerbsfähige Mannschaft an den Start geht

Peter Burkamp

Bielefeld. „Auch wenn es schmerzhaft ist, aber ein Sparkurs ist zwingend erforderlich." Arminias Geschäftsführer Gerrit Meinke bestätigt, was DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer gegenüber dieser Zeitung in Bezug auf den Etat der neuen Saison erklärte. Trotz zu erwartender Mehreinnahmen im TV-Bereich (circa zwei Millionen Euro) steht nach dem Klassenerhalt für das dritte Zweitligajahr in Folge nicht mehr Geld für den Lizenzspielerbereich zur Verfügung. Der Etat für die Profiabteilung muss sogar leicht gekürzt werden. „Wir verlieren dadurch relative Wettbewerbsfähigkeit", sagt Meinke. In der Spielzeit 16/17 hatten die Arminen knapp unter 9 Millionen Euro für den Zweitligakader kalkuliert. Im Etatansatz für die neue Saison liegen die Arminen etwas unter dieser Summe. Während andere Zweitligisten angesichts höherer TV-Gelder finanziell aufstocken, ist dies den Arminen nicht möglich. „Es hilft nichts – die Trainerwechsel und weniger Einnahmen als erwartet im Merchandising und bei den Zuschauern zwingen uns dazu, Kosten zu sparen", erläutert der Geschäftsführer. Arminia habe eben keine Substanz: „Wir befinden uns immer noch in der Sanierung und können nicht wie der FC Bayern an das Festgeldkonto gehen und irgendwelche Löcher stopfen." Sportlich habe die Spielzeit mit dem Klassenerhalt einen glücklichen Ausgang genommen. „Wirtschaftlich war das keine erfolgreiche Saison für uns", sagt Meinke. Die Einsparmaßnahmen betreffen mehrere Bereiche. „Da geht es auch um Sachleistungen, und wir werden einige Zeitverträge, die auslaufen, nicht verlängern", erklärt Meinke. Der Etat für die Lizenzspielerabteilung „atme" jedoch. Da sei noch ein gewisser Puffer: „Wenn beispielsweise 1860 München absteigen würde, klettern wir einen Platz in der TV-Geld-Tabelle. Das wäre schon eine spürbare Verbesserung." Ohnehin mag Meinke die Ausgangsposition vor der nächsten Saison nicht all zu pessimistisch sehen. „Auch mit unseren finanziellen Möglichkeiten werden wir eine wettbewerbsfähige Mannschaft auf die Beine stellen. Da bin ich ganz sicher. Wir haben immer eine Mannschaft gehabt, die über das Team kommt und weniger eine, die durch individuelle Stärke Spiele entscheidet", sagt Meinke. Jeff Saibene kenne die Möglichkeiten Arminias und sei mit den finanziellen Rahmenbedingungen des Klubs einverstanden. „Ich hoffe, dass wir jetzt schnell zu einem Vertragsabschluss mit dem Trainer kommen, damit auch für potenzielle Neuzugänge Klarheit herrscht, mit wem sie arbeiten werden", betont Meinke. Bezüglich des Lizenzierungsverfahrens bei der DFL sieht er Arminia auf einem guten Weg: „Es ist soweit alles besprochen, jetzt wird formuliert, Verträge werden abgeschlossen und dann werden wir alles fristgemäß einreichen."

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