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Die Corona-Pandemie bringt das Personal auf den Intensivstationen der Kliniken immer wieder an die Belastungsgenze. - © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
Die Corona-Pandemie bringt das Personal auf den Intensivstationen der Kliniken immer wieder an die Belastungsgenze. | © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Corona-Pandemie Triage: Ethik-Experte fordert klare gesetzliche Regelung

Ende Dezember urteilten Richter in Karlsruhe, dass Menschen mit Behinderung besonderen Schutz genießen. Das geht Medizin-Ethiker Klaus Kobert nicht weit genug.

Benedikt Riemer
30.01.2022 | Stand 30.01.2022, 17:03 Uhr

Bielefeld. Die Corona-Pandemie bringt das Gesundheitswesen und seine Mitarbeiter immer wieder an Grenzen. Bei vollen Intensivstationen droht im schlimmsten Fall die Triage. Menschen mit Behinderungen fürchteten, in einem solchen Fall aufgegeben zu werden, klagten vor dem Bundesverfassungsgericht und bekamen Ende Dezember Recht. Der Auftrag aus Karlsruhe an den Gesetzgeber: Der Bundestag muss "unverzüglich" Vorkehrungen zum Schutz von Menschen mit Behinderungen im Fall einer sogenannten Triage treffen. Klaus Kobert, leitender Klinischer Ethiker am Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB), erklärt, was genau das Urteil bedeutet.

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