Auf einem Organspendeausweis können Bürger ihre Entscheidung für oder gegen eine Organspende festhalten. Viele Deutsche halten ihren Willen jedoch nicht fest und belasten so ihre Angehörigen. - © picture alliance
Auf einem Organspendeausweis können Bürger ihre Entscheidung für oder gegen eine Organspende festhalten. Viele Deutsche halten ihren Willen jedoch nicht fest und belasten so ihre Angehörigen. | © picture alliance

NW Plus Logo Lebensretter Trotz Pandemie mehr Organspender, doch noch immer viel zu wenig

933 Menschen haben 2021 in Deutschland nach ihrem Tod Leben gerettet, davon elf im Evangelischen Klinikum Bethel. Insgesamt stagniert die Zahl der Spender in Deutschland aber auf einem niedrigen Niveau.

Carolin Nieder-Entgelmeier

Bielefeld/Berlin. Entgegen erster Befürchtungen und der Entwicklung in vielen anderen Ländern ist die Zahl der Organspender in Deutschland während der Corona-Pandemie nicht eingebrochen, sondern stabil auf dem Niveau von vor dem Beginn der Pandemie geblieben. 2021 haben 933 Menschen nach ihrem Tod Organe gespendet. In einigen Krankenhäusern ist die Zahl der Organspender sogar gestiegen, so auch im evangelischen Klinikum Bethel. Doch im Vergleich zu anderen Ländern stagniert die Zahl in Deutschland weiter auf einem sehr geringen Niveau. Während es in Deutschland pro einer Million Einwohner elf Organspender gibt, sind es in Spanien 40.

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