Angesichts sich rasant beschleunigender Infektionszahlen greift 
das Robert-Koch-Institut zur Beurteilung der Lage nun auf 
millionenfache Handydaten zurück. - © Pixabay
Angesichts sich rasant beschleunigender Infektionszahlen greift
das Robert-Koch-Institut zur Beurteilung der Lage nun auf
millionenfache Handydaten zurück. | © Pixabay
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Ist es okay, persönliche Daten zu erfassen, um die Pandemie einzugrenzen?

Cafés lassen sich Telefonnummern geben. Die Bahn sammelt persönliche Daten. Über das Smartphone könnte man noch mehr herausfinden. "Krisenregelungen dürfen nicht zum Normalfall werden", warnt der Bielefelder Verein Digitalcourage.

Jemima Wittig

Bielefeld. "Wird denn der Stift desinfiziert", fragte ein Mann und lacht. Die Verkäuferin in einem Café in Bielefeld hat ihn gerade aufgefordert, Namen und Telefonnummer in eine Liste einzutragen. Er kommt der Aufforderung nach und bekommt seinen Latte. Unmittelbar nach ihm tragen sich zwei junge Frauen in die Liste ein. Auch sie zögern kurz, bevor sie den Stift anfassen, tun es dann aber doch. Der Wunsch nach einem Kaffee ist wohl größer als die Angst vor einer Infektion. Wenn jemand infiziert ist, würden die Menschen auf der Liste informiert, heißt es von der Barista. ...

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