Schlürfende Mitbewohner: Für Menschen, die an Misophonie leiden, ist das nur schwer auszuhalten. - © picture alliance
Schlürfende Mitbewohner: Für Menschen, die an Misophonie leiden, ist das nur schwer auszuhalten. | © picture alliance

Schmatzen, Schlürfen, Fingerknacken Studie zu Hass auf Geräusche liefert erste Ergebnisse

Eine Untersuchung der Psychotherapie-Ambulanz der Universität Bielefeld zu Misophonie löst bundesweit Interesse aus. Der Bedarf ist groß, mehr als 200 Betroffene melden sich.

Carolin Nieder-Entgelmeier

Bielefeld. Kollegen, die ständig mit dem Kugelschreiber klicken. Familienmitglieder, die beim Abendbrot schmatzen. Fremde, die in er Straßenbahn ihren Kaffee schlürfen. Jeder kennt Menschen, die mit ihrer Rücksichtslosigkeit Mitmenschen in den Wahnsinn treiben. Viele Menschen reagieren darauf mit Ekel, Entnervung oder Wut, doch es gibt auch Menschen, die unter Geräuschen so sehr leiden, dass die Lebensqualität leidet. Wenn Geräusche dauerhaft zu Belastungen führen, wird das als Misophonie bezeichnet, den Hass auf Geräusche. ...

realisiert durch evolver group