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Inklusion: Eine Lehrerin unterrichtet behinderte und nicht behinderte Kinder in einer Lernfamilie. - © Symbolfoto: picture alliance / dpa
Inklusion: Eine Lehrerin unterrichtet behinderte und nicht behinderte Kinder in einer Lernfamilie. | © Symbolfoto: picture alliance / dpa

Regionales Bielefeld als gutes Beispiel gelungener Inklusion

Experten der Deutschen UNESCO-Kommission diskutieren mit Bildungsakteuren aus der Region über "Inklusive Bildungsnetzwerke vor Ort"

10.03.2017 | Stand 10.03.2017, 23:34 Uhr

Bielefeld (epd). Um die Inklusion im Bildungsbereich weiter voranzutreiben, setzt die Deutsche UNESCO-Kommission (DUK) auf regionale Bildungsnetzwerke. "Inklusion gelingt am besten, wenn das Thema nicht alleine den Schulen überlassen bleibt, sondern weitere Partner wie Vereine, Jugend- und Sozialverbände eingebunden sind", erklärte die Vorsitzende des DUK-Expertenkreises "Inklusive Bildung", Ute Erdsiek-Rave, bei einer Fachtagung in Bielefeld. Bei der Tagung "Inklusive Bildungsnetzwerke vor Ort" diskutierten Experten der Deutschen UNESCO-Kommission mit Bildungsakteuren, wie das gemeinsame Lernen weiter entwickelt und verbessert werden kann. Für diese Pilotveranstaltung der Deutschen Unesco-Kommission sei Bielefeld ausgewählt worden, weil es in der Stadt bereits gute Strukturen der Zusammenarbeit gebe, erklärte Schuldezernent Udo Witthaus. Die Behörden seien gerade dabei, einen Inklusionsplan aufzustellen, der neben Schule auch andere Bereiche wie Kindertagesstätten, Soziales und Kinder- und Jugendarbeit einbezieht. Beispiele aus der Praxis Bei der Tagung wurden unter anderem erfolgreiche Praxisbeispiele vorgestellt. Außerdem ging es um Themen wie erfolgreiche Teamarbeit, Kooperationsstrukturen, inklusiver Ganztag oder die Rolle der Sonderpädagogik in inklusiven Bildungsnetzwerken. Die Deutsche UNESCO-Kommission stellte zudem ihre Leitlinien für die Bildungspolitik vor. Inklusive Bildung sei in der UN-Behindertenrechtskonvention verankert und in Deutschland geltendes Recht, betonte Erdsiek-Rave. Das bedeute, dass allen Menschen mit und ohne Behinderung die gleichen Möglichkeiten offen stehen sollen, an qualitativ hochwertiger Bildung teilzuhaben und ihre Potenziale zu entwickeln. Der DUK-Expertenkreis "Inklusive Bildung" hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Umsetzung inklusiver Bildung auf kommunaler Ebene zu fördern, indem Expertise für den Prozess hin zu einem inklusiven Schulsystem bereitgestellt wird.

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