1.000 Euro für jeden Mitarbeiter

Goldbeck legt Zahlen für 2012/13 vor / Belegschaft wächst weiter

VON LOTHAR SCHMALEN
1.000 Euro für

jeden Mitarbeiter - © Bielefeld
1.000 Euro für
jeden Mitarbeiter | © Bielefeld

Bielefeld. Der Jobmotor Goldbeck-Bau läuft auf Hochtouren. Innerhalb von nur drei Jahren hat das Bielefelder Familienunternehmen seine Mitarbeiterzahl von 2.400 auf 3.300 erhöht. Und das Unternehmen stellt weiter ein: Wie Firmen-Chef Jörg-Uwe Goldbeck gestern sagte, gebe es zurzeit mindestens weitere 100 offene Stellen im Unternehmen.

Besonders erfreulich für die Beschäftigten: Das Unternehmen zahlt für das Geschäftsjahr 2012/13 (Ende: 31. März) jedem Vollzeit-Mitarbeiter im Inland eine Sonderprämie in Höhe von 1.000 Euro. Eine so hohe Prämie gab’s bei Goldbeck noch nie. Insgesamt lässt sich das Unternehmen diese Prämie 2,5 Millionen Euro kosten. Zuletzt schüttete Goldbeck vor zwei Jahren 500 Euro an jeden Mitarbeiter aus.

Genaue Angaben über die Ertragslage macht die Goldbeck-Geschäftsleitung nicht, Jörg-Uwe Goldbeck wies aber darauf hin, dass das Ziel einer fünfprozentigen Rendite vor Steuern erreicht worden sei. Und: das Ergebnis des Geschäftsjahres sei besser als im Vorjahr.

Jan-Hendrik und Jörg Uwe Goldbeck, Uwe Brackmann sowie Christian Schnieder (v.l.) führen das Bielefelder Bauunternehmen Goldbeck. - © FOTO: SARAH JONEK
Jan-Hendrik und Jörg Uwe Goldbeck, Uwe Brackmann sowie Christian Schnieder (v.l.) führen das Bielefelder Bauunternehmen Goldbeck. | © FOTO: SARAH JONEK

Das Bauunternehmen baut vor allem Bürogebäude, Firmenhallen und Parkhäuser. Im Bereich Parkhaus-Bau ist Goldbeck Marktführer in Deutschland und bezifferte seinen Marktanteil mit mehr als 50 Prozent. Allein in diesem Segment wickelte Goldbeck Aufträge im Wert von 200 Millionen Euro ab. Insgesamt hat das Unternehmen in den vergangenen 25 Jahren 550 Parkhäuser mit mehr als 200.000 Stellplätzen errichtet.

2012/13 erzielte Goldbeck 1,35 Milliarden Euro Umsatz (Vorjahr: 1,29 Milliarden Euro). Dabei profitierte das Unternehmen vor allem vom Inlandsgeschäft, dessen Umsätze von 1,06 auf 1,14 Milliarden Euro gesteigert wurden. Das Auslandsgeschäft ging dagegen von 173,5 Millionen auf 137,6 Millionen Euro zurück. Allerdings hofft Uwe Brackmann, der für das Auslandsgeschäft zuständig ist, auf Besserung in diesem und im nächsten Geschäftsjahr.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr investierte Goldbeck knapp 10 Millionen Euro. Größtes Investitionsprojekt ist eine neue Pulverbeschichtungsanlage am Stammsitz in Bielefeld-Ummeln (Kosten: fünf Millionen Euro). Die Anlage soll im November in Betrieb gehen. Für das neue Geschäftsjahr sind Investitionen in Höhe von 15 Millionen Euro vorgesehen. Aus einer Insolvenz hat Goldbeck im Oktober 2012 ein Betonwerk in der Nähe von Ulm gekauft. Von den inzwischen 20 Beschäftigte werden hier Treppenhaus-Türme für Parkhäuser hergestellt.

Goldbeck investiert aber auch stark in das Knowhow seiner Mitarbeiter, wie Firmengründer und Beiratsvorsitzender Ortwin Goldbeck erläuterte. In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass die vor vier Jahren gegründete und mit zehn Millionen Euro Kapital ausgestattete Goldbeck-Stiftung an der Technischen Universität Darmstadt eine Professur für nachhaltiges Bauen finanziert.

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