Die Angeklagte Angelika W. neben ihrem Verteidiger Peter Wüller im Landgericht Paderborn. Am Mittwoch steht das Gutachten zu ihr im Mittelpunkt des Prozesses. - © picture alliance/dpa
Die Angeklagte Angelika W. neben ihrem Verteidiger Peter Wüller im Landgericht Paderborn. Am Mittwoch steht das Gutachten zu ihr im Mittelpunkt des Prozesses. | © picture alliance/dpa

Paderborn/Höxter Bosseborn-Gutachterin: "Wilfried und Angelika W. bildeten ein bösartiges Gespann"

Jürgen Mahncke
04.07.2018 | Stand 04.07.2018, 15:06 Uhr |

Paderborn/Höxter. Angelika W. ist voll schuldfähig, so die Beurteilung der Gutachterin Nahlah Saimeh. Am Vortag hatte sie erläutert, dass deren Ex-Ehemann wohl nicht voll schuldfähig hinsichtlich der Taten von Höxter-Bosseborn sei. Als Paar ergänzten sich beide wohl perfekt. Für den Hauptangeklagten Wilfried W. kommt die Gutachterin zu dem Schluß, dass er unter der Kategorie 'Schwachsinnig' zu führen sei. Saimeh geht bei Wilfried zudem von einer Wiederholungsgefahr aus. Eine Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung ist damit wohl wahrscheinlich. Bereits am Vortag hat Saimeh immer wieder Angelika W. als Konstante im Beziehungsleben des Wilfried W. genannt. "Sie ergänzten sich beide tadellos, wirkten wie Schloss und Schlüssel, Wilfried W. mit seiner "Trotteligkeit", Angelika mit ihrer Intelligenz und rationalem Verhalten", zeigte die Gutachterin bereits am Vortag auf. Bei der Vorstellung des Gutachtens zu Angelika wird auch der gleichlautende Umkehrschluß deutlich. Die Angeklagte empfand kein Mitleid mit ihren Opfern oder deren Angehörigen. Saihmeh befindet dazu, dass Angelika W. auch nicht in der Lage dazu wäre, an ihrer Schuldfähigkeit ändere dies aber nichts. In ihrer Kombination und ihrem Wirken mit psysischer und psychischer Gewalt seien Wilfried W. und seine Ex-Frau Angelika ein bösartiges Gespann gewesen. nw.de berichtet direkt aus dem Saal 205 des Landgerichts Paderborn:

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