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Interview mit Expertin So verkraften Kinderdarsteller Gewalt und Brutalität bei Dreharbeiten

Inga Brock ist Vorsitzende des Berufsverbands der Medienfachkräfte. Die Kölner sind Vorreiter beim Thema Wahrung von Kinderschutz bei Medienprojekten.

Anneke Quasdorf
11.02.2020 | Stand 11.02.2020, 22:00 Uhr
Verstörende Szenen: Immer wieder spielen Kinder in Krimis Entführungs- oder Missbrauchsopfer. Wie sie das schaffen, ohne Schaden zu nehmen, verrät eine Expertin. - © picture alliance/ZUMA Press
Verstörende Szenen: Immer wieder spielen Kinder in Krimis Entführungs- oder Missbrauchsopfer. Wie sie das schaffen, ohne Schaden zu nehmen, verrät eine Expertin. | © picture alliance/ZUMA Press

Frau Brock, was würden Sie am Set und bei Proben immer verbieten?
Inga Brock:
Alles, was kindeswohlgefährdend ist. Dafür sind wir da. Die Spanne ist natürlich sehr groß. Da geht es um Arbeitszeiten, um das Arbeitsumfeld, um den Schutz der kindlichen Psyche, um Arbeitszeiten. Es gibt immer wieder Szenen, wo wir sagen: So, wie das im Drehbuch steht, können wir das nicht unterstützen. Da liegt Gefahrenpotential vor, wo wir nicht mehr davon ausgehen können, dass das Kind da unbeschadet rauskommt. Entweder müsste man das umschreiben oder die Szene ganz rausnehmen. Und in der Regel wird das auch umgesetzt.

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