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OWL Was ist eigentlich ein . . . Hasenbütterken?

Zwölfte Folge unseres Ostwestfälisch-Quiz

27.02.2013 | Stand 01.03.2013, 14:38 Uhr
Was heißt eigentlich . . . Schnottenpatt? - © OWL
Was heißt eigentlich . . . Schnottenpatt? | © OWL

Bielefeld (juge). In der zwölften Folge unserer Serie "Borners Bömmsken" haben wir nach dem "Hasenbütterken" gefragt. Damit bezeichnet der Ostwestfale Butterbrote, die von der Arbeit oder einem Ausflug wieder mit nach Hause gebracht und dann umso genüsslicher am Küchentisch verzehrt werden. Oft isst man überkreuz: Der Vater vertilgt die Brote der Kinder, die Kinder greifen zu seinen unangetasteten Stullen. "Hasenbütterken" erkennt der Ostwestfale an der harten Kruste und den sich nach außen biegenden Kanten.

Die Quiz-Sieger Martina Petsch (Gütersloh), Kurt Pankoke (Bielefeld) und Helmut Schaper (Enger) bekommen jeweils ein Buch zugeschickt.

Information
Mehr zum Ostwestfälischen:
www.ostwestfaelisch.de

Hier einige der schönsten Hasenbütterken-Antworten unserer Leser:

Hasenbütterken sind die Butterbrote, die vom Vortag wieder mit nach Hause gebracht wurden und dann den Kindern (Hasen) gegeben wurden. Hierzu habe ich ein Gedicht gefunden:
 
Das mitgebrachte Hasenbrot
von der neunten Sohle
essen Bergmannskinder gern.
Es war ja schon "vor Kohle".

- © MONTAGE ANDREAS FAHL
| © MONTAGE ANDREAS FAHL

Wo kommt nur dieser Name her?
Lang forschte ich danach.
Einfach war die Lösung dann,
als ein alter Hauer (Bergmann) sprach:

Es war so in der Nachkriegszeit,
das Essen war noch knapp.
Da holt' der Bergmann vor der Schicht
ein Pausenbrot sich ab.

Stets wenn die "Butterzeit" vorbei,
der Steiger Wilhelm sprach:
"Hier, nimm für deine Hasen mit,
weil ich das Brot nicht mag."

Er reichte dann dem Hauer Karl
die belegten Schnitten.
Wilhelm wußte ganz genau,
vier Kinder sich drum stritten.

Vier Kinder hatte Kart zu Haus,
das waren seine Hasen,
welche mit großem Appetit
diese Brote aßen.

Das Hasenbrot war Zusatzmahl
und Frühstück für Karls Kinder,
scheuchte manche Sorgen fort,
stopfte ja vier Münder.

Auch Karl sein Butterbrot nie aß,
drum reichte es für vier.
Hasenbrote linderten
Kinderhunger im Revier.

Vorher gabs auch schon Hasenbrot,
sprach der alte Hauer.
Jeder Krieg zeugt Not und Hunger,
macht das Leben sauer.

Wilhelm und Karl gibt es immer
unten in den Streben; die Hasenbrote zu erfinden,
um Kinderhunger aufzuheben
Jens Krüger

Ker, wat war dat doch imma `nen besonderen Tach, wenn mein Vatta
früher vonne Aabeit kam und uns Blagen de Hasenbütterkes mitbrachte.
Ker, de Kniften hatten schonn den ganzen Tach inne Buttabrotdose gelegen
und de Butter war schonn ganz verlaufen, de Wurst richtich durch und
dat ganze war warm vonne ganze Wärme, abba die schmeckten einen so richtich,
weil se eben Hasenbütterkes waren.
Da machteste keine lange Fisematenten und mit Schmackes ginges innen Kopp und gegessen.
Anschließend ging es ohne Spirenzkes ab in frischen Nachtpolter inne Poofe und du konntes
dann krabaftig von de Hasen träumen.
An Betuppen haste damals nich gedacht.

Klemens Spanke

Das Hasenbütterken ist natürlich das Brot, das unverzehrt wieder zurück transportiert wird.  Richtiges Hasenbrot wird es, wenn man erst nach ein paar Tagen feststellt, dass man es immer noch mit herumschleppt und es schon leicht wellt. Dann braucht man nämlich Nagetierzähne, um es auf zu mümmeln, am besten die vom Hasen.
Birgit

Das Hasenbütterken erinnert mich an meine Kindheit. Es war ein Butterbrot, das mein Vater abends von der Arbeit wieder mit zurückbrachte und das schon leicht durchgeweicht oder angetrocknet war. Er behauptete, es einem Hasen abgenommen zu haben (der natürlich sitzen blieb, weil Papa ihm Salz auf den Schwanz gestreut hatte). Und ich aß das Hasenbrot voller Begeisterung, selbst wenn es mit Blut- oder Leberwurst belegt war, die ich sonst energisch ablehnte.
Ich hoffe, Ihnen gehen die "Bömmsken" noch lange nicht aus.

Betty Hesse

Ein "Hasenbütterken" ist ein Brot, das man von der Arbeit oder von der Schule wieder mit nach Hause gebracht hatte. Das Brot wurde natürlich nicht weggeworfen, sondern abends gegessen. Ich mochte es nie besonders gerne. Mein Mann kennt "Hasenbütterkes" aus seiner Kindheit als kleingeschnittene Butterbrote. Mein Mann ist mit 12 Geschwistern aufgewachsen. Kurz nach dem Krieg war das Essen knapp. Darum schnitt der Vater das Brot in kleine "Hasenbütterkes", so sah es nach mehr aus.
Margret Tödtmann

Das "Bütterken" an sich ist ein Butter- oder Klappbrot, das gerne für den Verzehr unterwegs mitgenommen wird. Das "Hasenbütterken" ist ein Butterbrot, dessen natürliche Lebenszeit längst überschritten ist. Also das Brot ist trocken, die Wurst glänzt, die Ränder wellen sich nach oben … Wird dieses Bütterken trotzdem noch widerwillig gegessen, weil’s ja wech muss, dann nur mit "langen Zähnen" oder "Hasenzähnen". Zusammengefasst wurde daraus das Hasenbütterken.
Susanne Neidmann

Hasenbütterken ist nach meiner Erinnerung ein Butterbrot was einmal den Wohnort verlassen hat und wieder mit nach hause gebracht wurde .(über die Ortsgrenze)
Ich bin 75 Jahre alt und in Ostpreußen geboren mdi Großvater war Stellmacher und wenn ervon der Arbeit ausserhalb zurück kam und noch ein Butterbrot in seinem Beutel hatte haben wir uns immer drum gestritten es schmeckte sehr gut obwohl es schon sehr trocken war.

Klaus Heinrich

Ein Hasenbutter ist eine Brot, das mit zur Arbeit genommen wurde aber nicht gegessen hat. Dieses Butterbrot wurde wieder mit nach Hause gebracht und uns Kindern als Hasenbutter, das besonders gut schmeckt, verkauft. Es kam bei uns sogar vor, das mein Opa extra ein paar Knifften mehr mit genommen hat, wenn nachmittags mehre Enkelkinder zu Besuch waren und auf die Rückkehr des Großvaters von der Schicht warteten.
Guet gon

Hans-Jürgen Höschen

Auch diesen Ausdruck "Hasenbütterken" kenne ich ganz gut. Damit bezeichnet Mann/Frau Butterbrote, die von der Arbeit, Schule oder Ausflug wieder mit nach Hause gebracht und dann genüsslich abends am Küchentisch verzehrt werden. Oft isst man "überkreuz", d. h. Kinder essen die vom Vater mangels Zeitnot nicht gegessen und Vater die von den Kindern verschmähtten Schulbrote. Nun ja, die Frau/Mutter kommt hierbei nicht vor. Damals war es ja auch üblich, daß sie am heimischen Herd war und die Brote morgens schmierte!!!
Hasenbütterken erkennt Mann/Frau/Kind an der harten Kruste und nach außen biegenden Kanten, am bunt schillernden Schinken und glasigen Käserand. Warum Bütterken, die den Tag in Tornistern, Aktentaschen und Rucksäcken den Tag verbracht haben, so unvergleich gut schmecken, bleibt ein Rätsel. Auch die Herkunft des Namens ist nicht bekannt. Hierzu gibts im Netz noch weitere Erläuterungen.

Jutta Simon

In der heutigen Ausgabe des Ratespiels fragen Sie nach dem Begriff "Hasenbütterken". Damit ist ein übrig gebliebenes Butterbrot gemeint, was z.B. jemand bei der Arbeit oder auf einem Ausflug nicht gegessen hat und wieder mit nach Hause bringt. Früher hatten besonders die Kinder hier dran ihre Freude. Heute bei meinen eigenen Kindern erfreut es mich gar nicht mehr, wenn sie ihr Brot aus der Schule wieder mit nach Hause bringen.
Vielen Dank für die schöne Aktion in ihrer Zeitung.

Dorothee Rehrmann

Mein Vater nahm immer so 6 bis 8 Kniften, also Butterbrote mit zur
Arbeit in den Schichtdienst. Manchmal blieben welche übrig. Wenn er
dann damit nach Hause kam, pries er uns die alten Butterbrote als
"Hasenbütterken" an.
Klar, dass wir Kinder auf soetwas besonderes Appetit hatten. Das die
Brote schon etwas altbacken und nicht mehr so frisch waren, störte uns nicht.

Hildegard Fortströer-Barwinsky

Ich habe viel Spaß an Ihren plattdeutschen Begriffen.—Jetzt um "Hasenbütterken".—Die Mutter fragt den Steppke, was er den wohl auf sein Butterbrot – auf sein Butter – haben wollte.  Der antwortet:  "Mama, gib mich man Sülze, aber nich von die schwabbelige, die fällt mich vons Butter".
Alao "Butter"  ist das Butterbrot, das "Bütterken" ist ein kleines Butterbrot und ein "Hasenbütterken" ist Brot, das man von der Schule oder von einer Wanderung wieder mit nach Hause bringt – natürlich leicht angetrocknet, aber auch lecker. (Ich vermute, heute werden "Hasenbütterken" leider über den Müll entsorgt!)

Dr. Jochen Stackmann

Also, ich bin auf dem Bauernhof in der Soester Börde aufgewachsen,
und immer wenn mein Vater den ganzen Tag auf dem Acker zu tun hatte, bekam er zu Essen mit..........
Wenn er abends zurück war, und in der Butterbrotsdose noch etwas übrig gelassen hatte, bekamen wie Kinder das  "Hasenbütterken

Elisabeth Tillmann

Altes Butterbrot ("Bütterken"), das tagsüber vergessen oder verschmäht wurde und abends oder am nächsten Tag verzehrt werden soll. Die schon angetrocknete und leicht wellige Stulle muss hasenmäßig mit den Schneidezähnen angemümmelt und reichlich eingespeichelt werden, um sie runterzukriegen, daher "Hasenbütterken". In der Regel ein Fluch, wenn Mama das alte Ding nachmittags im Ranzen gefunden hat ("Waate, heute abend kriste aber nur Hasenbütterken"), oft aber auch ein Segen, wennze spät auf Aabeit schon richtich Schmacht unter de Arme hass und dann noch'n Hasenbütterken inne Rocktasche findest.
Jan Bobe

Hasenbütterken sind Vesperbrote, meist Pausenbrote, die nicht gegessen wurden und - nun leicht runzlig - in ihrem Butterbrotpapier oder in der Brotdose auf jemanden warten, der sich ihrer erbarmt. Oft übernehmen wohl nachgiebige Väter diese eher unliebsame Aufgabe. Die Hasenbütterken oder Hasenbrote meines Großvaters waren bei seinen Kindern allerdings heißbegehrte Ware. Diese waren mit ihm, dem Lokomotivführer, durchs Land gefahren und schmeckten so sehr nach Abenteuer, Dampf und Kohlenfeuer, dass meine Großmutter sich angewöhnte regelmäßig ein paar Bütterken mehr in die Brotdose aus Emaille zu packen, damit mein Großvater sich satt essen und trotzdem noch ein paar Hasenbütterken mit heim bringen konnte.
Susanne Lipp

Mein  Vater brachte früher, wenn er von seiner Arbeit kam, des öfteren ein  Hasenbütterken  mit,  ein  Butterbrot,  das  zu  essen  er  nicht geschafft  hatte.  Wegen  der schlechten Zeiten, die damals bei uns in den  50er  Jahren herrschten, war das Brot allerdings nicht mit Butter bestrichen,  sondern  mit  Margarine und belegt mit hauchdünner Wurst. Mein  Bruder und ich durften dann abends dieses Hasenbütterken essen - sehr zu unserer Freude.
Brigitte Weers

Wir haben als Kinder gerne das Hasenbütterken gegessen,das unser Vater abends von der Arbeit noch übrig hatte.
Ich komme aus dem Sauerland, da sind mir die Begriffe, bis auf 1-2 Wörter, auch bekannt. Wir sprechen sie zwar manchmal etwas anders aus (z.B. Dittchen), aber es bedeutet das Gleiche.

Kordula Legge

Ein Hasenbütterken ist das Butterbrot,
welches der Vater von der Arbeit wieder
mit nach Hause bringt. Wenn das Brot
schon trocken war, wurde es an die
Kanninchen (o. Hasen)verfüttert, oft wurden die
Hasenbütterkens aber auch von den
Kindern verzehrt. Diese waren immer
sehr lecker.

Ludwig Lüke

Hasenbütterken - ich bin mir heute überhaupt nicht sicher:
heute gibt es zur Kaffeezeit nachmittags Kaffee und Kuchen oder Torte. Statt Kuchen und Torte aß man früher auch gerne mal ein Butterbrot mit Wurst - ein Bütterken - zum Kaffee. Ich glaube, das ist mit Hasenbütterken gemeint.
Oder:
Hasenbütterken ist das Brot, das man von der Arbeit mit nach Hause
bringt, weil man es dort nicht gegessen hat - bringt oftmals auch Ärger mit der Frau ein, weil die es morgens mit viel Liebe geschmiert hat.

Karsten Pahlmeyer

Wenn ich Butterbrote von zu Hause mitnehme und alle oder eins davon nicht esse, sondern wieder mitbringe, dann ist aus dem Bütterken ein Hasenbütterken geworden.
Unsere Hunde hoffen immer, dass ein Hasenbütterken in der Tasche übrigbleibt, weil sie dann etwas davon abbekommen!

Anneliese Brockmann

Das Hasenbütterken war für mich als Kind sehr wichtig.
Mein Vater musste immer ein Butterbrot,gut belegt mehr
mit zum Dienst nehmen damit ich ein Hasenbütterken hatte.
Wenn er nach Hause kam wurde die Brotdose sofort
ausgepackt und das Bütterken mit meiner Schwester geteilt.
Es hatte schon einen anderen Geruch und schmeckte ganz toll.
Eine wunderbare Kindheitserinnerung.

Anne Ohletz

,,Hasenbütterken‘‘  bedeutet soviel wie ,Hasenbrot‘ (in Niedersachsen).
Erklärung:  
In der Landwirtschaft muss(te) oft draußen im Felde
gearbeitet werden. Bei weiten Wegen ist eine Heimfahrt zu den
Mahlzeiten zeitlich zu aufwendig. Deshalb werden / wurden die fertig
belegten Brote mit ins Feld (zu den Hasen) genommen.
Die nicht verzehrten Reste wurden dann
zu Hause noch verzehrt.  Das war (ist) dann das ,,Hasenbütterken‘‘

Helmut Schaper

Hallo Ihr Sprachforscher,
HASENBÜTTERKEN oder bei und früher gebräuchlich auch nur Hasenbrot genannt wurde uns Kindern immer als Delikatessse verkauft, wenn mein Vater seine nicht gegessenen Pausenbrote abends wieder mitbrachte und die Wurst oder der Käse sich schon wellte!

Andreas Frank

Bütterken dürfte kein Begriff aus Ostwestfalen sein. Ich habe den Begriff als mundartlichen hochdeutschen Ausdruck für ein belegtes Brot im Raume Dortmund kennengelernt.
Hier sagt man dagegen Botterbräad oder auch nur Botter - maak 'se mi n' Botter(bräad)? (machst Du mir ein Butterbrot?)
Hasenbräad hat hier zwei Bedeutungen: 1. Grasart (Hainsimse?), die früh braune Samen ausbildet, welche wir als Kinder durchaus gegessen und vertragen haben
2. angetrocknetes Butterbrot, das wieder mit nach Hause gebracht wird
Damit dürfte aber Hasenbräad mit dem gefragten Hasenbütterken überein stimmen.

Hans-Dieter Harland

Ihre Fragen sind ja nicht so schwer, so dass Sie sicher viele richtige Antworten bekommen. Meine Definition bzw. Verständnis geht so:
"Hasenbütterken" klingt schon arg OWL-isiert, Hasenbrot täte es auch und wäre wohl noch gebräuchlicher. Es handelt sich um die Standard-Reiseverpflegung alten Typs. Butterbrote halt, belegt mit Wurst oder Käse, die ganz normal als Nicht-Hasenbrote oder wie Sie sagen Nicht-Hasenbütterken auf die Reise mitgenommen werden. Durch Planungsfehler, unvorhergesehene Zwischenfälle oder Zeitmangel fällt der Verzehr aus. Wegwerfen wäre Sünde, und so kehrt die Verpflegung wieder zurück nach Hause. Manchmal aber so hart geworden, dass die Brote nur noch den zum Haushalt gehörenden Nagetieren vom Typ Kaninchen zugemutet werden können, der Einfachheit halber zu "Hasen" erklärt.
In Wirklichkeit ist es komplizierter. Nicht der objektive Härtegrad macht heutzutage ein "Bütterken" zum Hasenbütterken, es reicht die Tatsache, dass es eine Reise ungegessen überstanden hat, egal ob bis zum Ziel oder zum Ausgangsort zurück. Geschmack und Geruch sind dann auf jeden Fall irgendwie hasig.

Kalle Noltenhans

Ein Butterbrot von Opa aus der Messe in München, das er nicht im Zug verzehrt hat, fanden mein Zwillingsbruder und ich Anfang der 60-iger Jahre immer ganz toll!  Ansonsten hätte der Hase (den wir nicht besaßen!) das Bütterken bekommen. So dachten wir Kinder damals.
Birgit Dobeson

Ein Hasenbütterken (bei uns auch Hasenbutter) ist ein Butterbrot,
welches man sich morgens für die Arbeitspause geschmiert hat, aber dann auf Maloche vergessen hat es zu essen. Wenn man es abends aus der Tasche holt, der Käse schon etwas dunkel geworden ist und man es zum Abendbrot ist, dann ist es ein Hasenbütterken. Erst die Tag-lange Lagerung in der Bütterkendose führt zur Vermischung von Brot-, Butter- und Käsearoma und verleiht die besondere Geschmacksnote.

N.Regenbrecht

Das ist ein Butterbrot oder ein belegtes Brot, das auf eine Reise oder einem Ausflug vom Gastgeber mitgegeben wird, damit die Heimreise von Omma für die Kinder nicht zu lange wird.
Meine Mutter hat ihren Enkeln in Hessen immer ein "Hasenbrot" mitgeben, wenn der Familienbesuch nach dem Kaffeetrinken beendet war und die  zweistündige Heimfahrt angetreten wurde.

Susanne Weihsbach

Liebe Zeitungsmacher, ein Hasenbütterken ist ein von der Schule oder Arbeit wieder mit nach Hause gebrachtes "Rest-Butterbrot". Vielleicht, weil die Stallhasen altes Brot zum Fressen bekamen, ist dieses Wort auf Platt entstanden. Ich kann mich daran erinnern, dass ich gerne das von meinem Vater wieder mitgebrachte belegte Brot zum Abendessen verzehrte.
Karl-Heinz Krüger

Hallo Zusammen,
ach ja… das Hasenbütterken… Das war das Butterbrot, dass mein Papa früher ungegessen von der Arbeit wieder mit nachhause brachte. Die Wurst an den Rändern schon etwas trocken oder die Leberwurst leicht ins bräunliche umgeschlagen, die Ränder der Brotscheiben wölbten sich ein bisschen nach oben und wenn es im Sommer ordentlich warm war, ist auch noch die Butter richtig schön in das Brot reingeschmolzen! Das Ganze war ein kleines bisschen hart, fast schon knusprig … und für mich Dötzken unsagbar lecker!

Claudia Heese

Bei uns zuhause ist ein Hasenbütterken ein "geschmiertes Brot", welches in mundgerechte Stücke geschnitten, vorzugsweise Kindern, serviert wird. Es kann aber auch einfach eine zusammengklappte Scheibe Brot mit Belag sein, die man auf der Hand und zwischendurch isst.
Natalie Schröter

Was der / die / das Hasenbütterken ist / sind. Wissen Sie es!!! Ja sicher dat is ne schnitte die man wieder mit nach Hause bring von der Arbeit und dann den Hasen  [ Kaninchen ] gibt. Ueberwiegend wird die aber liebend gern von den Kindern gegessen. [ eigene Erfahrung ]
schoenen Tag noch

Wolfgang Jaekel
Dalto GA
USA

Wenn ich früher auf Klassenfahrt führ machte meine Mutter mir natürlich  Butterbrote.
Wenn ich nicht alle Unterwegs  aufaß brachte ich sie am Abend wieder mit. Sie waren dann so richtig "reif"
also durchgezogen. Mit Genuss aß meine Mutter oder ich dann diese Hasenbütterken die dann den ganzen Tag gereist waren.

Verena Werner

Ein "Hasenbütterken" ist ein morgens fertig geschmiertes und belegtes Brot, welches eigentlich für Schule oder Arbeit gedacht ist, Nachmittags oder Abends aber wieder mit nach Hause gebracht wird.
 
Früher, wie zum Teil auch heute noch, sind die "Hasenbütterken" sehr beliebt, da sie "gut durchgezogen" sind und somit ganz besonders gut schmecken. Oft ersetzen die "Hasenbütterken" Abends ein vorher angedachtes anderes Abendessen.
 
In einer meiner Grundschulklassen (zw. 1965 und 1969) lernten wir, dass das "Hasenbütterken" wohl ursächlich den Jägern zu verdanken ist. Eben jene Jäger die ihre Zehrung mit auf den Weg nahmen, einen Teil davon aber eben wieder mit nach Hause brachten. Gern erzählten sie den Kindern dann "Jägerlatein", in denen sie ihnen das Bütterken in der Form "unterjubelten", das es vom Hasen für sie gespendet sei.
 
Meine Oma (Gott hab sie selig) haben wir mal dabei erwischt, wie sie uns in Sachen "Hasenbütterken"  "betuppen" wollte. Sie legte nämlich viel mehr angebliche "Hasenbütterken" aufs Holzbrett als Opa morgens mitgenommen hatte. Von da an fielen wir auf diesen "Trick" nicht mehr herein.

Martina Petsch

Liebes NW-Team,
bei dem heutigen Wort "Hasenbütterken" handelte es sich um ein fertig geschmiertes Butterbrot, dass z.B. zur Arbeit mitgenommen aber nicht aufgegessen wurde.
Dann am Abend oder am nächsten Tag als "Hasenbütterken"  verzehrt wird. Meine Tochter hat diese Hasenbütterkens geliebt, so dass mein Mann extra ein Brot mehr zur Arbeit mitnahm das sie dann abends genüsslich verzehrte.

Rita Fechner

... sind alte vertrocknete Butterbrote, die tagsüber nicht aufgegessen
worden sind. Solche Brote wurden dann oft noch abends verzehrt.

Heike Fürhoff

Hasenbütterken waren Brote, die man früher mit zur Arbeit / Schulte / Ausflug etc. mitnahm und dann wieder nach Hause mitbrachte. Meist wurden diese dann am Abend oder nächsten Tag verzehrt.
Mein Vater war Lokführer und ging bzw. kam zu jeder Tag und Nachtzeit nach Hause.
Am schönsten war es, wenn er gegen Abend kam, ich ihn an diesem Tag überhaupt sah, und wenn er dann seine Tasche aufmachte und seine Blechdose, die ziemlich verbeult war, herausnahm und sie mir gab. Das Hasenbütterken hatte er mir oft drinnen gelassen und
manchmal etwas leckeres aus irgendeiner Bahnkantine. Ist schon lange lange her, diese wunderschöne Zeit, da ich mittlerweile auch 62 Jahre bin....

Inge Dieker :-)

Die Lösung zu der Frage. "Was ist eigentlich... ein Hasenbütterken?" lautet: Ein Hasenbütterken, auch Hasenbrot, ist ein Butterbrot welches z.B.. der Vater am Abend vom der Arbeit wieder mit bring um es, (weil schon leicht ausgetrocknet) an die Kaninchen zu verfüttern. Meistens wurde es aber, weil es ja etwas besonderes ist ,mit Genuss von den Kindern verspeist.
Bernhard Aringhoff

Ein Hasenbütterken ist ein Hasenbrot, also ein Brot, was der Vater abends von der Arbeit wieder mit nach Hause brachte,
ein Brot, was in der Hose der Arbeitskleidung aufbewahrt wurde, richtiger Weise müsste es Hosenbrot heißen.
Wir Kinder dachten, dass auf dem Brot tatsächlich Fleisch vom Hasen sich befand.

Rolf Sieber

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