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Bleibt einen Monat länger geöffnet: Das Finke-Möbelhaus in Paderborn. - © Lena Henning
Bleibt einen Monat länger geöffnet: Das Finke-Möbelhaus in Paderborn. | © Lena Henning

Paderborn Finke-Möbelhaus in Paderborn bleibt einen Monat länger geöffnet

Der Verkauf soll bis Ende April weitergehen. Im Herbst wird dann abgerissen.

Birger Berbüsse
12.03.2019 | Stand 12.03.2019, 21:14 Uhr
Martin Fröhlich

Paderborn. Der Zeitplan bei der Schließung von Paderborns größtem Möbelhaus wird erneut geändert: Die Paderborner können bei Finke nun doch bis Ende April einkaufen. Das teilte Geschäftsführer Franz-Josef Golüke den Mitarbeitern am Dienstagmorgen bei einer nur wenige Minuten dauernden Betriebsversammlung mit. Bislang hieß es, dass der Verkauf Ende März enden sollte. Offenbar aber ist die Nachfrage noch groß. Allerdings werden die Öffnungszeiten reduziert. Finke ist dann nur noch von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Aktuell kann noch bis 18.45 Uhr eingekauft werden. Ein gutes Dutzend Verkäufer wird in den letzten Wochen noch vor Ort sein. Das restliche Verkaufspersonal wechselt in eine Transfergesellschaft. Das Restaurant La Cantina im Möbelhaus schließt dagegen wie geplant Ende März. Im Gegenzug macht aber die Imbissbude wieder auf - auf ihr prangt aktuell ein dicker "Verkauft"-Aufkleber. Verwaltung wird zum Jahresende aufgelöst Die neuen Besitzer der früheren Finke-Gruppe, die Krieger-Gruppe (Möbel Höffner), hatten am Montag angekündigt, nach dem Abriss des alten Möbelhauses in Paderborn an gleicher Stelle ein neues zu errichten - und das wohl schon ab 2020, wie auf der Betriebsversammlung zu hören war. Dieses soll unter der Krieger-Kernmarke Höffner geführt werden. Angebote für die verbliebenen Finke-Mitarbeiter, künftig bei Höffner in Paderborn zu arbeiten, gab es in der Betriebsversammlung nicht. Sie haben längst ihre Kündigungen erhalten. Parallel zu den Neubauplänen in Paderborn wird allerdings der Name Finke auch aus den Möbelhäusern in Münster, Kassel und Hamm verschwinden. Dort laufen Umbau- und Modernisierungsarbeiten. Unter welchem Namen die Finke-Häuser in Thüringen (Erfurt und Jena) künftig firmieren, ist nach Angaben des Unternehmens noch offen. Sie wären die letzten, die dann noch den Namen Finke tragen. Auch die Verwaltung in Paderborn wird zum Jahresende aufgelöst. Da der Abriss schon im Herbst beginnt, werden die Verwaltungsmitarbeiter unter Umständen für einige Monate in Container untergebracht. Das erklärte Geschäftsführer Golüke bei der Betriebsversammlung.

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