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Verschwindet bald aus dem Stadtbild: Das Möbelhaus Finke. - © Marc Köppelmann
Verschwindet bald aus dem Stadtbild: Das Möbelhaus Finke. | © Marc Köppelmann

Paderborn Möbelhaus Finke wird im Herbst abgerissen

An anderen Finke-Standorten wird großflächig modernisiert. Für den Paderborner Hauptsitz sind die Tage gezählt

Sabine Kauke
28.02.2019 | Stand 28.02.2019, 17:13 Uhr

Paderborn. Während die Finke-Möbelhäuser in Kassel und Münster im Sommer umgebaut und teils sogar vergrößert werden sollen, läuft in Paderborn der Countdown. Ende März, so der Plan der Krieger-Gruppe, ist für das Haupthaus der Finke-Gruppe Schluss. Doch bis dahin steht an der Paderborner Straße auf 42.000 Quadratmetern noch gut vier Wochen lang der Räumungsverkauf an. "Der Abverkauf läuft in allen Abteilungen gut. Es kommen viele, viele Menschen ins Möbelhaus, vor allem samstags", bilanziert Geschäftsführer Franz-Josef Golüke auf Nachfrage von nw.de. 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind noch im Verkauf beschäftigt, ein Teil ihrer Kollegen hat bereits neue Arbeitsplätze gefunden. Kunden bestellen noch neue Möbel Die Rabatte auf Ausstellungsware locken offenbar längst nicht nur Schnäppchenjäger an. "Kunden bestellen auch noch reichlich neue Möbel", freut sich der Geschäftsführer. Und sollte bis zum 30. März, ein Samstag, doch noch nicht fast alles verkauft sein, wird der Räumungsverkauf möglicherweise sogar verlängert. Man habe da schließlich keinen Druck, sagt Franz-Josef Golüke. Und was geschieht nach dem Abverkauf? "Das Möbelhaus wird im Herbst abgerissen", erläutert der Geschäftsführer, der seit elf Jahren für die Finke-Gruppe aktiv ist. Und das Gebäude für die Verwaltung, deren aktuell etwa 70 Mitarbeiter bis zum Jahresende eine Jobgarantie haben, soll Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres fallen. Wird das Grundstück dann verkauft? Oder will die Krieger-Gruppe, zu der auch Möbel-Höffner gehört, ein neues Möbelhaus bauen? "Es gibt dazu noch keinerlei Entscheidungen", sagt Golüke. Das bestätigt auch der Sprecher der Krieger-Gruppe. Kursierende Gerüchte über Neubaupläne der neuen Besitzer, so Golüke, seien reine Spekulation. Die Paderborner Stadtverwaltung teilt auf Anfrage mit, dass dort bislang kein Antrag auf Abriss eingegangen sei. Erweiterung im Möbelhaus Kassel Fest steht, dass das Finke-Möbelhaus in Fuldabrück bei Kassel im kommenden Sommer großflächig umgebaut und erweitert wird. "Das wir ein ganz tolles, neues Möbelhaus", ist der Geschäftsführer überzeugt. Für den Um- und Ausbau wird das Haus für mehrere Monate geschlossen und im Herbst samt neuem Hochregallager wieder eröffnet. In den Genuss einer Renovierung kommt auch das Finke-Möbelhaus in Münster, wenngleich nicht so umfänglich wie in Kassel. "Wir schließen das Haus für ein paar Wochen. Im Herbst geht's dort weiter." Discount-Schiene bleibt fast komplett bestehen Die im Jahr 2000 von Finke gegründete Preis-Rebell-Kette, die an den Standorten Paderborn, Kassel, Münster und Erfurt Möbel zu Discount-Preisen anbietet, soll mit Ausnahme der Filiale in Beckum bestehen bleiben. Wie berichtet, wird dieses mit Abstand kleinste Haus in Kürze geschlossen. "Es gibt in der Gruppe noch viel zu tun in diesem Jahr", sagt Franz-Josef Golüke. Wie es für den Hauptgeschäftsführer danach selbst weitergehen wird, auch das steht noch in den Sternen. Die Krieger-Gruppe hatte die Finke-Gruppe Anfang November 2018 übernommen und kurz darauf angekündigt, den Hauptstandort Paderborn Ende Juni zu schließen.Die Schließung wurde dann kurz darauf auf März vorgezogen, weil das Möbelhaus nicht rentabel sei. 340 Mitarbeiter sind dort von dem Aus betroffen.

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