Marke mit Zukunft: "Finke" bleibt "Finke" - und der "Preis-Rebell" bleibt der "Preis-Rebell". Die Höffner-Gruppe setzt auch nach der Übernahme auf die etablierten Namen. - © Birger Berbüsse
Marke mit Zukunft: "Finke" bleibt "Finke" - und der "Preis-Rebell" bleibt der "Preis-Rebell". Die Höffner-Gruppe setzt auch nach der Übernahme auf die etablierten Namen. | © Birger Berbüsse

Paderborn Finke-Übernahme: Höffner hält an Paderborner Markennamen fest

Die Entscheidung des Kartellamtes wird bis Ende September erwartet. Die Mitarbeiter sollen sofort danach informiert werden

Hans-Hermann Igges

Paderborn. Nach dem Kauf der Unternehmensgruppe Finke durch die Möbelgruppe Höffner führt bei Finke nun im Auftrag der Eigentümerfamilie Krieger Franz-Josef Göluke als Hauptgeschäftsführer das Unternehmen. Golüke war bereits unter dem bisherigen Eigentümer Wilfried Finke einer der Geschäftsführer. Franz-Josef Golüke sagte auf Anfrage, dass neben dem Markennamen "Finke" für die Einrichtungshäuser auch die Marke "Preis-Rebell" erhalten bleiben solle - und zwar an allen bisherigen Standorten. Ebenfalls erhalten bleibe die Marke "Carré" für junges Wohnen, die in den meisten Einrichtungshäusern als Abteilung integriert ist, aber in Hamm auch über ein eigenes Haus verfüge.  Warten auf das Kartellamt Zu weiteren Folgen aus der Übernahme unter anderem für die Mitarbeiter könne jedoch erst nach der Genehmigung durch das Kartellamt Stellung genommen werden. Diese erwarte man binnen vier Wochen, möglicherweise also noch im September. Für die Kunden habe die Übernahme jedenfalls keine Folgen, die Geschäfte liefen stabil, es gebe keinerlei Liquiditätsprobleme. Die Gewerkschaft Verdi hatte ihre Mitglieder - sie machen etwa ein Viertel der Finke-Belegschaft aus - am Montagabend zu einer Versammlung eingeladen. Dabei sei über die rechtlichen Rahmenbedingungen der Übernahme informiert worden, so Verdi-Sekretär Michael Laukemper gegenüber der NW. Die Unternehmensführung habe den Mitarbeitern zugesichert, mit weiteren Informationen direkt nach einer Genehmigung durch das Kartellamt auf sie zuzukommen. Speziell Mitarbeiter aus Verwaltung und Logistik machen sich derzeit Sorgen um ihre persönliche Zukunft im Unternehmen.

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